1)	Joachim Raff wurde vor 190 Jahren in Lachen geboren. Mit der Ausstellung soll sein Leben und Werk auch in seiner Heimatregion wieder stärker ins Bewusstsein gerück werden.
1) Joachim Raff wurde vor 190 Jahren in Lachen geboren. Mit der Ausstellung soll sein Leben und Werk auch in seiner Heimatregion wieder stärker ins Bewusstsein gerück werden.

Musik

Joachim Raff zurück in Lachen

VOR 190 JAHREN IN LACHEN GEBOREN, HAT JOACHIM RAFF KARRIERE GEMACHT. ER WAR ALS PRIVATSEKRETÄR VON FRANZ LISZT TÄTIG UND GEHÖRTE IN SEINER ZEIT ZU DEN MEISTGESPIELTEN KOMPONISTEN. VOM 22. SEPTEMBER BIS 21. OKTOBER ERINNERT IM ALTEN EW-GEBÄUDE IN LACHEN EINE SONDERAUSSTELLUNG AN DIESEN AUSSERGEWÖHNLICHEN MUSIKER.

Geboren wurde Joachim Raff in Lachen am 27. Mai 1812 im heutigen Gemeindehaus am See. Im Märchler Bezirkshauptort besuchte er seine ersten Schulen und entdeckte seine Liebe für die Musik. Nach einer Begegnung mit Franz Liszt stellte ihn dieser als Assistenten ein. Joachim Raff verbrachte seine Berufslaufbahn vornehmlich im entstehenden Deutschland (in Hamburg, Stuttgart, Weimar, Wiesbaden, Frankfurt). Er war beinahe mit allen berühmten Musikern seiner Zeit bekannt und zum Teil befreundet, so u.a. mit Richard Wagner, Hector Berlioz, Johannes Brahms, Clara Schumann, Hans von Bülow, Joseph Joachim, Pablo de Sarasate und vielen weiteren. Er starb 1882 in Frankfurt, mitten in der Tätigkeit als Direktor des Hoch’schen Musikkonservatoriums. Hinterlassen hat er mehr als 200 Werke.

Ausstellung bringt den Menschen Raff näher
Res Marty, langjähriger Präsident der Joachim Raff-Gesellschaft, hat über viele Jahre in akribischer Arbeit zahlreiche Briefe, Kopien von Noten sowie einzigartige Dokumente zusammengetragen. In seinem privaten Archiv und in jenem der Joachim Raff-Gesellschaft befinden sich heute sehr viel hochwertige Dokumente wie Porträts, Bücher, Noten, Autographen, Theaterzettel, CD-Verzeichnisse usw. Diese Sammlungen bilden die Grundlage für die Ausstellung, die vom 22. September bis 21. Oktober in Lachen stattfindet. Anhand dieser Dokumente lässt sich das Leben des Komponisten in einer neuen, anschaulichen und spannenden Art erzählen. Sie erlauben, die verschiedenen Lebensphasen fassbar zu machen und dem Betrachter näher zu bringen.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Kapitel (Kindheit und Jugendjahre 1822-1845, Wanderjahre 1845-1849, Weimar 1849-1856, Wiesbaden 1856-1877 sowie Frankfurt 1877-1882). In zwei weiteren Abschnitten werden zentrale Aspekte vorgestellt: seine Beziehung
zu Richard Wagner sowie Dokumente zu seiner Bedeutung für die Musik heute. Getragen wird die Sonderausstellung gemeinsam von der Joachim-Raff-Gesellschaft und dem Marchring. Geöffnet ist die Ausstellung noch bis zum 21. Oktober jeweils am Mittwoch von 17 bis 20 Uhr, am Samstag von 15 bis 20 Uhr sowie am Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Öffentliche Führungen sind noch drei geplant: Samstag, 29. September um 17 Uhr, Mittwoch, 10. Oktober um 18.30 Uhr sowie Freitag, 19. Oktober um 18 Uhr.

Ergänzend zur Ausstellung finden zahlreiche Veranstaltungen statt. So lädt der «Musiksommer am Zürichsee» am 19. Oktober 2012 um 19.30 Uhr zu einem Raff-Konzert in die Lachner Pfarrkirche ein. Am 30. September spielt um 17 Uhr in der kath. Kirche in Pfäffikon Organist Walter Artho im Rahmen eines Konzertes u.a. ein Werk von Raff. Und zwischen Oktober 2012 und März 2013 sind vier Referate geplant, in denen ausgewiesene Fachleute die Bedeutung Raffs als Musiker und sein Werk erläutern. Den Start macht am 15. Oktober ein Vortrag von Walter Labhart (19.30 Uhr, Marina Lachen). Er zeigt auf, wie Raff als hervorragender Instrumentator mehrere bedeutende Komponisten nachhaltig beeinflusst hat. Infos: www.marchring.ch und www.joachim-raff.ch.


Franz-Xaver Risi

Autor

SchwyzKulturPlus

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

26.09.2012

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