Ad hoc Band: verschiedene Musiker des Abends spielten zum Schlussmarsch auf der Bühne auf. Foto Geri Kühne
Ad hoc Band: verschiedene Musiker des Abends spielten zum Schlussmarsch auf der Bühne auf. Foto Geri Kühne

Musik

Magische Volksmusik im Zirkuszelt

Die Reihe der «Lachner Wiehnachtszauber »-Konzerte wurde am Samstag mit einem grandiosen Volksmusik-Konzert unterbrochen. 300 beeindruckte Personen feierten das Ereignis stürmisch.

Das eine vorweg. Was Carlo Brunner am Samstagabend am Ende eines grandiosen Volksmusik-Konzertes in Lachen versprach, löste beim Publikum frenetischen Applaus aus. «Zauberhafte Volksmusik» im Zirkuszelt wird es nächstes Jahr erneut geben. Der im Rahmen der täglichen «Lachner Wiehnachtszauber»-Konzerte eingebettete Anlass mit zauberhafter Ländlermusik und virtuosen Instrumentalisten, die teilweise magische Musik wie von einem andern Stern zelebrierten, wird also nicht einmalig bleiben. Wenn alle wieder kommen, wie sie Organisator und Moderator Carlo Brunner auf dessen Frage bestätigten, müsste das Ereignis im nächsten Jahr aber wohl in zwei Auflagen stattfinden.

Weltklasse «Mister Magic»

Als Protagonisten in der Zirkusarena präsentierte sich zum Auftakt die immer begeisternde Ländlerkapelle Carlo Brunner mit dem Kapellmeister, Martin Nauer, Philipp Mettler und Rolf Müller. Fredi Reichmuth, Klavier, solierte mit für Klavier anspruchsvollen Kompositionen des in Lachen geborenen Hans Frey einmal mehr auf beeindruckende Art. Das Appenzeller Quartett Laseyer überraschte mit Weihnachtsmelodien. Beim Hackbrett-Intro in das amerikanische «Little Drummer Boy» schickte selbst Maurice Ravel bolérische Grüsse nach Lachen. Und das altbayerische Weihnachtslied «Es wird scho glei dumpa» wurde dreistimmig a cappella intoniert. Dann folgte der Auftritt des Magiers, begleitet von Fredy Reichmuth und Gaby Isabelle Näf. Peter Schär, einst mit Bruder Jürg als «Schär Zwillinge» bekannt, ist in der Lage, selbst die technisch schwierigsten Ländler und Schottisch zweistimmig so zu spielen, was üblicherweise Akkordeonisten nur im Duett gelingt. Seine Ausflüge in den von Philipp Mettler, Bass, und Rolf Müller, Schlagzeug, begleiteten, swingenden Jazz erlebte mit «Frydas Dream» von Jo Boschi ein einheimisches Highlight.

«Alles nur Ländlermusikanten»

Mathias Knobel, Klavier, Fredi Reichmuth, Akkordeon, und Pirmin Huber, Bass, spielten als Zugabe nochmals Hans Frey-Melodien und den Abschluss gestalteten eine Auswahl Musiker, die Freys Marsch «Basel-München» zum Besten gaben. Diesen Marsch hatte Hans Frey einst mit dem Beromünster Radioorchester unter Cédric Dumon und Hans Möckel aufgenommen. 300 Personen, darunter auch Gäste aus dem Emmental, der Inner- und Ostschweiz, Bern und Chur, genossen dieses «Zauberhafte Volksmusik»-Konzert mit grossartigen Musikern. «Und alle sind sie nur Ländlermusikanten», fügte Brunner am Schluss wohl mit Fokus auf Menschen an, die auch anspruchsvolle Schweizer Volksmusik nach wie vor nicht wahrnehmen.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

07.12.2009

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schwyzkultur.ch/AXMLD6