Jonas Gross und Sepp Bachmann entführten das Publikum in zwei völlig verschiedene Welten. Bild Christina Teuber
Jonas Gross und Sepp Bachmann entführten das Publikum in zwei völlig verschiedene Welten. Bild Christina Teuber

Musik

Panflöte trifft auf Piano

Am Samstag lüfteten Jonas Gross und Sepp Bachmann ein Geheimnis: Wie eine Panflöte und ein Klavier zusammen klingen. Die Mischung forderte beide Musiker heraus.

Mit zerschlissenen Jeans, Ringen und Schmuck hatte Jonas Gross etwas von einem Rocker, doch statt einer elektrischen Gitarre nahm er auf der Bühne eine Panflöte in die Hand. Neben ihm stand Sepp Bachmann, Mitglied der New Orleans Stompers, die er allerdings dieses Mal zu Hause gelassen hatte und sich mit Jonas Gross neu formierte. Die jazzige Ader war bei ihm unüberhörbar. Obwohl die beiden so unterschiedlich sind, verbindet sie eines: die Leidenschaft für ihre Musik. Doch wie hatten Jung und Alt zu einem Konzert zusammengefunden? «Ich sah vor einiger Zeit die New Orleans Stompers auf dieser Bühne und wünschte mir, selber mal mit Sepp auf dem Parkett der Bühne Fasson zu spielen. So hat sich das dann ergeben», erklärt der Panflötist das Zusammentreffen.

In zwei Welten entführt

Eine Herausforderung war das Konzert, das im Rahmen der Pantasia on Tour-Konzertreihe von Gross durchgeführt wurde, nicht nur für die zwei Musiker, sondern auch für die Ohren des Publikums. Die exotischen Klänge der Panflöte benötigten Angewöhnungszeit, genauso wie das Klavier danach einen völligen Bruch darstellte und sich die Ohren mit dem Instrument zuerst wieder anfreunden mussten. Doch nach der Angewöhnungszeit konnte man das Spiel der beiden gänzlich geniessen. Von Whitney Houston-Balladen,über einen selbst geschriebenen Pan-Blues bis hin zum komplett improvisierten Blues, füllten sie den Vorabend des Muttertags mit Leben.

Sepp, die Stimmgabel

Die zwei Musiker standen allerdings nicht das erste Mal zusammen auf der Bühne. Vergangenen Sommer spielten sie gemeinsam an einem Open-Air-Anlass in Lachen. Ob die zwei was voneinander lernen konnten? «Sepp brachte mir bei, dass es nicht nur wichtig ist, mit Passion zu spielen, sondern dass auch die Qualität stimmen muss. Durch sein beinahe absolutes Musikgehör war er während der gemeinsamen Probezeit quasi meine ‹Stimmgabel›», sagt Gross schmunzelnd. Obwohl Instrumente und Personen auf der Bühne nicht verschiedener hätten sein können, beendeten die beiden Musiker jedes Lied mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht. Das übertrug sich aufs Publikum.Am Ende hatten es die beiden Musiker geschafft, auch den Zuschauern ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.



Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Christina Teuber)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

11.05.2015

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www.schwyzkultur.ch/9TxFV2