Das Klarinettenquartett Kammerart.
Das Klarinettenquartett Kammerart.

Musik

Urchige Kammerart im Fasson Theater

Am Sonntagabend quoll die Bühne Fasson in Lachen förmlich über. Rund 80 Musikbegeisterte von Jung bis Alt besuchten das Konzert «Urchig» des Klarinettenquartetts Kammerart, das – wie der Titel schon verrät – fetzige Volksmusik zum Inhalt hatte.

Nach dem ersten Musikleckerbissen «Bärgwald» des Komponisten Daniel Häusler begrüsste der B-Klarinettenspieler Christoph Marty das zahlreiche Publikum auf humorvolle Art und kündigte die nächsten zwei Titel an: «Frische Rascht» von Markus Flückiger und «Heimatland » von Urs Pfister. Diese beiden Stücke wurden dann aber nicht mehr zu viert preisgegeben, sondern mit Begleitung von Rebekka Mattli am Klavier und Martial Kuhn am Schlagzeug. Kammerart trat zum ersten Mal in dieser Konstellation auf.

«Jetzt darf ich das Stück ansagen, für das viele von Ihnen wahrscheinlich gekommen sind; ‹Tauti ja Maahinen Neito› von Värttina», sagte Marty mit einem Schmunzeln und wieder gewann er die Gäste für ein Lächeln. Auch das nächste Lied war ein Erfolg, «Windmond», ebenfalls komponiert von Markus Flückiger.

Kammerart in Aktion

Nach «Chanson Triste» von Milton Dietrich (arrangiert von Roman Blum) gaben die sechs Musiker das wohl speziellste Lied des Abends zum Besten, «Alpensegler» von Pirmin Huber. Stimmungsvoll war es allemal. Marty erzählte von der Stimmung, welche dieses Stück erzeugen sollte: Einen Flug durch die Luft bei schönem Wetter, unter sich grüne Wiesen während ein sanfter Wind weht. Mit speziellen Blastechniken wurde dieses Ambiente gekonnt simuliert, bevor das Stück dann nach und nach anfing.

Allen anwesenden Komponisten wurde mit einem kleinen Präsent gedankt. Auch dankte Marty dem Publikum, das so rege erschienen sei, der Bühne Fasson und der Kulturgruppe Begägnig am Sey, welche das Klarinettenquartett Kammerart unterstütze und alles organisiert habe. Dann sagte er das letzte Stück «Junischnee» von Flückiger (arrangiert von Michel Truniger) an, welches das Konzert nach den abwechslungsreichen Stücken eigentlich ruhig hätte ausklingen lassen sollen. Doch das Publikum verlangte tobend nach einer Zugabe, also gaben die Musiker noch «Ende Mai», ebenfalls von Flückiger, zum Besten.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

04.05.2010

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schwyzkultur.ch/UMAkiM