Valerie Pichon (Bild links). Sie und ihr Partner Andre Varin begeisterten mit ihrem Auftritt die Lachner Musikfreunde. Bilder Kurt Kassel
Valerie Pichon (Bild links). Sie und ihr Partner Andre Varin begeisterten mit ihrem Auftritt die Lachner Musikfreunde. Bilder Kurt Kassel

Musik

Vielseitiger musikalischer Abend mit Chakidor

Die Lachner Kulturgruppe Begägnig am Sey hatte ein gutes Händchen, als sie das Duo Chakidor für ein Konzert in Lachen verpflichtete. Das Publikum kam am frühen Sonntagabend im Kirchgemeindehaus Gerbi in den Genuss eines ungewöhnlichen Konzertes.

Chakidor, das sind Andre Varin und Valerie Pichon. Sie leben in Quebec, Kanada, und sind seit elf Jahren verheiratet. Seit elf Jahren sind sie auch musikalisch zusammen. Andre Varin ist ein Meister auf der Gitarre. Ganz im Gegensatz zu ihm, der ein Autodidakt ist, blickt Valerie Pichon auf eine 18-jährige musikalische Ausbildung zurück. Sie studierte an der Musikhochschule in Quebec und am königlichen Konservatorium in Brüssel. Wie der Autodidakt spasseshalber meinte: 18 Jahre Ausbildung für so ein kleines Ding. Mit dem kleinen Ding meinte er ihre Violine. Dass diese Violine sehr gut zur Akustikgitarre passt, zeigte sich bald. So kamen die Lachner zu einer Premiere, traten doch die beiden erstmals in der Schweiz auf.

Keltischer Einschlag

Die musikalische Richtung könnte man mit Country und Blue Grass umschreiben. Die Musik hatte aber auch teilweise einen keltischen Einschlag, und in manchen ihrer Lieder lebte die irische Volksmusik auf. Teilweise schwermütig, dann wieder in lebhaftem Rhythmus wurde musikalisch die ganze Welt bereist. Wunderschöne Melodien wie «Mon pays est ici», «J’ai jamais vu Dixieland», «Le dernier voyage», «My Hometown» oder «J’ai pas le coeur à pleurer» begeisterten die Zuhörer im ersten Teil. Bei «Country roads», dem wohl bekanntesten Countrysong von John Denver, sang das Publikum begeistert mit. Auch im zweiten Teil, der mit «Clin d’oeil» eröffnet wurde, gab es einige musikalische Leckerbissen zu geniessen. So zum Beispiel «Yesterday» von Paul McCartney oder «Great Balls of fire» von Jerry Lee Lewis.

Und als nächstes Grecorianica

Andre Varin, Autor, Komponist, Schauspieler, Sänger, Arrangeur und Gitarrist, und Valerie Pichon, die ihre Finger in atemberaubendem Tempo über die Saiten tanzen liess, haben schon auf der ganzen Welt das Publikum begeistert, und ihre Songs erklingen regelmässig im kanadischen Radio. Inzwischen haben sie ausserdem bereits sieben CDs eingespielt.

Nächster Leckerbissen

Wie Präsident Peter Züger mitteilte, wird bereits am kommenden Samstag in der katholischen Kirche Lachen ein weiterer musikalischer Leckerbissen folgen. Die Gregorianika, sieben stimmgewaltige Mönche aus Lviv (Ukraine), kehren nach Lachen zurück. Sie präsentieren ihr A-capella-Programm in der tollen Akustik der Pfarrkirche. Gregorianika verbinden auf meisterhafte Art die gregorianischen Gesänge des Mittelalters mit mehrstimmigen Klassikern bis hin zu Popsongs und eigenen Kompositionen. Gregorianika zeigen auf, wie heute Gregorianik klingen kann: authentisch und dennoch zeitnah. Die Chormitglieder begleiten ihren unvergleichlichen Gesang selber auf Instrumenten wie Querflöte und Perkussion. Gregorianika hinterlassen beim Publikum regelmässig einen tiefen, spirituellen und nachhaltigen Eindruck.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

15.03.2011

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schwyzkultur.ch/cNQruL