Der Pianist See Siang Wong erprobt das Fortepiano aus dem 19. Jahrhundert im Raff-Archiv Lachen. Bild zvg
Der Pianist See Siang Wong erprobt das Fortepiano aus dem 19. Jahrhundert im Raff-Archiv Lachen. Bild zvg

Musik

Vielversprechende Besuche im Archiv

Die Zahl der wichtigen Besuche im Raff-Archiv Lachen bleibt konstant hoch. In jüngster Zeit besuchten gleich zwei Schweizer Musiker das Archiv, um sich über Konzerte mit Raff-Werken zu erkundigen.

Der gebürtige Holländer und heutige Schweizer See Siang Wong gehört zu den herausragenden Pianisten und Hochschullehrern der Schweiz. Als Dozent an der Hochschule der Künste in Zürich und als gefragter Solist in Klavierkonzerten auf beinahe allen Kontinenten der Welt ist er gewillt, in nächster Zeit Werke von Raff sowohl in Konzerten aufzuführen wie auch auf CDs einzuspielen. See Siang Wong spielte mit bedeutenden Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra unter Roger Norrington, den Wiener Symphonikern, der Südwestdeutschen Philharmonie oder auch den Göteborg Symphonikern. Unter anderen Pierre Boulez oder Howard Griffiths waren Orchesterleiter, mit denen Wong zusammenarbeitete. Ausserdem gehört er zum exklusiven Kreis der Steinway & Sons-Künstlern.


Internationale Beachtung für Schweizer Kunst


Ein weiterer, nicht weniger gewichtiger Besuch erfolgte in der Person von Raphael Immoos, dem Chorleiter des wohl bekanntesten und professionellsten Vocalensembles der Schweiz, den Basler Madrigalisten. Sie entstanden bereits 1978 aus dem Kreis der Schola Cantorum Basiliensis. Immoos ist zudem Professor für Chorleitung an der Musikhochschule Basel und gebürtig aus Brunnen. Sein Onkel, Domherr Anton Immoos war von 1965 bis 1975 Pfarrer in Altendorf. Die Basler Madrigalisten singen unter anderem an den Luzern Festivals, dem Opernhaus Zürich und sie gastieren oft im Ausland, so in den USA, Russland, Asien, Australien und fast allen Ländern Europas. Ihre Werke werden auf CDs eingespielt und oftmals sind sie auch in den Klassik-Sendern im In- und Ausland zu hören. Immoos nimmt sich gerne auch Schweizer Komponisten aller Stilepochen an und ist überzeugt, dass grosse Schweizer Kunst international vermehrt Beachtung finden soll. So liegt es nahe, dass auch Joachim Raff, der gebürtige Lachner, auf dem Radar von Raphael Immoos und den Basler Madrigalisten erscheint. Lachen, sowie die nähere und weitere Umgebung kann sich freuen, künftig Raffs Werke von solch bedeutenden Interpreten und Musikern aufgeführt und eingespielt zu bekommen. Einmal mehr zeigt sich auch der grosse Nutzen des Joachim Raff-Archivs in Lachen. Die persönlichen Kontakte, die anschaulichen Exponate, Materialien und die kompetenten Beratungsmöglichkeiten erleichtern den Musikern den Zugang zu den Werken von Raff. Nach Konzerten in Zürich, Bern, Biel-Solothurn wird im Herbst auch in Interlaken ein Werk von Joachim Raff aufgeführt. Das Cellokonzert D-Moll, op. 193, das schon des Öfteren in Lachen zur Aufführung gelangte, wird in Interlaken die Leute erfreuen.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / eing.

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

20.02.2019

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schwyzkultur.ch/pqre12