Maryna Burch-Petrychenko, Dani Häusler (links) und Willi Valotti bescherten den Zuhörern einen wunderschönen musikalischen Abend.
Maryna Burch-Petrychenko, Dani Häusler (links) und Willi Valotti bescherten den Zuhörern einen wunderschönen musikalischen Abend.

Musik

Volksmusik einmal anders – auf der Orgel

Die Möglichkeit, Volksmusik einmal auf eine andere Art zu hören, lockte am Sonntagabend über 200 Personen in die Lachner Kirche. Maryna Burch- Petrychenko, die mit Konzerten in Ausserschwyz bereits eine alte Bekannte ist, musizierte mit den beiden Ländlergrössen Dani Häusler und Willi Valotti.

Dass die Orgel schon in alten Zeiten zur Volksmusik gehörte, zeigen die Hausorgeln, die man noch ab und zu im Toggenburg, im Appenzellerland oder im Bernbiet in Bauernhäusern sehen kann. Auf diesen wurde am Vormittag Kirchenmusik und am Nachmittag und Abend Tanzmusik gespielt. Im Toggenburg hatte die Hausorgel in etwa den gleichen Stellenwert wie im Appenzellerland das Hackbrett oder im Muotathal das Schwyzerörgeli. So abwegig ist also die Kombination von Orgel mit Instrumenten der Volksmusik nicht. Und vor allem nicht, wenn drei der Besten ihres Fachs zusammen musizieren.

Beste Ihres Fachs vereint

Maryna Burch-Petrychenko, die ihre höchsten Diplome in Musik in Kiew gemacht hat, lebt seit 13 Jahren mit ihrem Ehemann Gottfried in Sarnen und ist seit vielen Jahren eine grosse Liebhaberin der Schweizer Volksmusik. Die Virtuosin auf der Orgel schreibt ihre Arrangements selber und findet immer wieder ganz spezielle Transkriptionen. Der 37-jährige Schwyzer Dani Häusler beherrscht die Blasinstrumente wie kein Zweiter. Als Berufsmusiker spielt er in verschiedenen Formationen mit und ist auch als Komponist und Arrangeur tätig. Er ist immer wieder zu haben für Experimente. Für seine musikalischen Leistungen erhielt er den Innerschweizer Kulturpreis 2011. Willi Valotti ist ein begnadeter Akkordeonist und unter anderem bekannt durch seine Auftritte mit der Kapelle Heirassa, den Alderbuebe und Willi’s Wyberkapelle. Auch er wirkt als Komponist, und an diesem Abend konnte man einige Kompositionen der drei Musiker geniessen. Willi Valotti erhielt bereits im Jahr 2000 den Prix Walo und 2003 den goldenen Violinschlüssel als grösste Auszeichnung in der Schweizer Volksmusik. Das vielseitige Programm bot den begeisterten Zuhörern alles vom Marsch, Walzer, Schottisch, Galopp bis zur Polka und der Mazurka.

Weitere Konzerte mit den gleichen Musikern folgen am 16. September in der Pfarrkirche Wollerau und am 25. November in der reformierten Kirche Siebnen.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

01.05.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/sryKKK