Gast-Tenor Raimund Wiederkehr bezauberte das Publikum mit seiner gehaltvollen Stimme. Bild Lilo Etter
Gast-Tenor Raimund Wiederkehr bezauberte das Publikum mit seiner gehaltvollen Stimme. Bild Lilo Etter

Musik

Von frivol bis melancholisch

Das Konzert des Orchesters con brio fand wegen des verregneten Wetters am Samstagabend nicht als Strandserenade auf dem Lachner Joachim-Raff-Platz statt, sondern wurde in die Pfarrkirche verlegt. Zum zehnten Mal hatte die Lachner Kulturgruppe Begägnig am Sey diesen Anlass organisiert.

Vollbesetzt war die Kirche, als Dirigent Mathias Elmer vor seine Musiker trat und den Taktstock hob. Sogar auf dem Balkon folgten einige Zuhörer den Klängen des Orchesters con brio. Unter dem Motto «Operettenzauber » waren bekannte, schwungvolle Melodien zu hören, die auch in der Kirche romantische Sonnenuntergangsstimmung zu verbreiten vermochten.

Abwechslungsreiches Programm

Rasse und schnellen Rhythmus boten mehrere Polkas, darunter «Freikugeln, Polka schnell Op. 326» von Johann Strauss. Eine Mischung aus Sehnsucht und Temperament ertönte bei «Jalousie, Tango Tsigane» von Jacob Gade. Bezaubernde Ruhe brachte die harmonisch schöne Melodie «Intermezzo» aus «Cavalleria Rusticana» von Pietro Mascagni in die Kirche. Und natürlich durfte der gefühlvoll wiegende Walzer «An der schönen blauen Donau» von Johann Strauss nicht fehlen.

Eine hinreissende Stimme

Eine besonders eindrückliche Note verlieh Gast-Tenor Raimund Wiederkehr der instrumentalen Musik. Kurz vorgestellt wurde er von Sarah Good, Präsidentin von con brio, welche durch das vielfältige Programm führte. Mit seiner gehaltvollen, gestaltungsstarken Stimme interpretierte Wiederkehr das gefühlvolle Liebeslied «Dein ist mein ganzes Herz» aus der Operette «Land des Lächelns» von Franz Léhàr. Frivoler und lebenslustiger folgte «Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau’n» von Robert Stolz. Melancholie schwebte in «Komm Czigan» aus der Operette «Gräfin Mariza» von Emerich Kálmàn in seiner Stimme mit. Zum Schluss wurde diese Musik, allein vom Orchester gespielt, dann fast atemlos rasch. Mit nur einer Zugabe, dem «Ungarischen Tanz No. 5» von Johannes Brahms, gab sich das Publikum danach aber noch nicht zufrieden. So erklatschte es sich nochmals «Ob blond, ob braun…» und erhob sich bei beiden Zugaben begeistert zum Applaudieren.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

30.08.2010

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schwyzkultur.ch/Ka6kw9