Begeisterten rund 12 000 Zuschauer: Nelly Patty, Sarah-Jane, Frank Tender und Franziska Wigger. Bild Kurt Kassel
Begeisterten rund 12 000 Zuschauer: Nelly Patty, Sarah-Jane, Frank Tender und Franziska Wigger. Bild Kurt Kassel

Musik

Wiehnachts-Zauber hat nichts von seiner Beliebtheit eingebüsst

Die Protagonisten des Lachner Wiehnachts-Zaubers konnten auch im neunten Jahr meist im ausverkauften Zelt spielen. Rund 12 000 Besucher sind in die March gepilgert, um der «Wiehnacht z’Lache am See» beizuwohnen.

Seit dem 30. Dezember ist der neunte Lachner Wiehnachts Zauber bereits wieder passé. Nach 36 Vorstellungen ist der letzte Ton verklungen, und es gibt keine «Heissi Marroni, Marroni ganz heiss» mehr. Und auch im neunten Jahr hat der «Zauber» nichts von seiner Beliebtheit eingebüsst. Wie Jost Hauser, der zusammen mit Carlo Brunner den Wiehnachts-Zauber ins Leben gerufen hat, erklärt, waren fast alle Vorstellungen ausverkauft. «Es war der Hammer. Die Besucher hatten grosse Freude. Insgesamt kamen rund 12 000, so viele wie noch nie.» Nur bei zwei Vorstellungen seien weniger als 300 Leute gekommen, ansonsten sei das Zelt, das 336 Personen Platz bietet, praktisch zu 100 % ausgelastet gewesen.

Superländlerkapelle mit Frau

Die Macher des Wiehnachts-Zaubers haben vorwiegend positive Rückmeldungen erhalten. Negatives kann Hauser nicht berichten. «Lustig war einzig eine Frau, die à la carte essen wollte, obwohl wir jeden Abend ein Menü anbieten», blickt er zurück. Die beiden Neuen im Team, Jodlerin Franziska Wigger und Chansonnière Nelly Patty, seien sehr gut angekommen. «Die Zuhörer freuten sich über das abwechslungsreiche Programm», so Hauser. Am neunten Wiehnachts-Zauber gab es sogar eine Premiere zu beklatschen. So stand erstmals in der Geschichte der Superländlerkapelle eine Frau mit den sechs Herren gemeinsam auf der Bühne: Nelly Patty. Die Französin bewies dabei, dass sie nicht nur hervorragend singen, sondern auch meisterhaft Saxofon spielen kann und gab bei den letzten zehn Vorstellungen zusammen mit Carlo Brunner und Philipp Mettler das Stück «s’Bäbeli» zum Besten. «Sogar Carlo war von Nellys Saxofon-Künsten begeistert », erzählt Jost Hauser. Auch das Wetter hat mitgespielt. «Das Wetter ist unser grösster Feind. Wenn es schneit, besteht die Gefahr, dass die Zuhörer zu spät kommen, wenn es windet, kann etwas kaputt gehen.» Deshalb sei das schöne,warme Wetter ihnen sehr entgegengekommen.

Spielte Joschi Closchi Playback?

Nicht fehlen durfte auch bei der neunten Ausführung der rappende und über Alltagsthemen philosophierende Marroni-Verkäufer Joschi Closchi, der jährlich ein neues Instrument erlernt. Dieses Mal überraschte er mit der Panflöte. «Ich habe bei Peder Rizzi am Konservatorium Zürich Unterricht genommen », so Hauser und erzählt eine lustige Episode. «Mein Panflötenlehrer kam mit seiner Partnerin an eine Vorstellung. Nach rund 15 Sekunden hat sie gefragt: ‹Gell, der spielt Playback.›» Überhaupt habe sich das Gerücht,dass er Playback spiele, sehr schnell herumgesprochen. Joschi Closchi hält fest: «Beim Wiehnachts-Zauber wird zu 100% alles live gespielt und gesungen.»

Zum Jubiläum ein «Best of»

Natürlich wird es auch in diesem Jahr eine «Wiehnacht z Lache am See» geben. Beim 10-Jahr-Jubiläum werden «mit grösster Wahrscheinlichkeit» diejenigen Künstler auf der Bühne stehen, die bei der ersten Durchführung mitgewirkt haben: Monique, Sarah-Jane, Maja Brunner und Patrick von Castelberg. Joschi Closchi wird ein «Best of» seiner Reime präsentieren sowie ein Potpourri einiger Instrumente, die er in den vergangenen Jahren erlernt und gespielt hat. Ob ein neues hinzu kommt, lässt Jost Hauser offen. Kennt man die beiden Organisatoren, ist aber zum kleinen Jubiläum sicherlich die eine oder andere Überraschung zu erwarten.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Irene Lustenberger)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

08.01.2016

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schwyzkultur.ch/D4ayWD