Mit dem Orchester Con Brio wussten sich die Herren Wunderlich stets einnehmend gekonnt in Szene zu setzen. Bild Lilo Etter
Mit dem Orchester Con Brio wussten sich die Herren Wunderlich stets einnehmend gekonnt in Szene zu setzen. Bild Lilo Etter

Musik

Wunderliche Herren begeisterten Publikum

Mit dem Kult-Trio die Herren Wunderlich aus Tirol liess das Orchester Con Brio zu seinem 15-Jahr-Jubiläum unter dem Motto «Wochenend und Sonnenschein» am Sonntagabend die Stimmung in der Seefeldturnhalle in Lachen kochen.

Wegen des Regens wurde das Konzert – organisiert von der Kulturgruppe Begägnig am Sey –, das bei schönem Wetter in der Seeanlage hätte stattfinden sollen, in die Halle verlegt, wo für die vielen Zuhörer weitere Stühle aufgestellt werden mussten. Bereits mit dem «Florentiner Marsch» von Julius Fucik brachte das Orchester Con Brio unter der Leitung von Mathias Elmer Schwung in die Halle. Dann traten die Herren Wunderlich auf und sangen sich mit Evergreens wie «Veronika, der Lenz ist da» aus den 1920er- bis 1970er- Jahren sogleich in die Herzen der Zuhörer. Nach dem frivolen «Amelie, ich bin ja so verliebt in Deine Knie» liess das Orchester Con Brio melancholisch «Salut d’Amour» von Edward Elgar erklingen.

Schönen Frauen und Schwerenöter

Keck oder schwärmerisch wurden die Frauen besungen in «Schöne Isabella von Kastilien» und «Oh Donna Clara », aber auch launig der Schwerenöter in «Du hast Glück bei den Frau’n Bel Ami». Melodien wie «Ich wollt, ich wär ein Huhn» oder «Kriminaltango » begleitete Con Brio nach speziellem Arrangement des jungen einheimischen Musikers Thomas Gmünder, der mit seiner Familie im Publikum sass. Eine solche Zusammenarbeit komme zustande, weil Con Brio innovativ und experimentierfreudig sei, betonte der Präsident von Con Brio, Max Wild, in seinen kurzen Worten an die Zuhörer. Mit dem Walzer «Gold und Silber» von Franz Lehar und «Wenn der weisse Flieder wieder blüht» von Franz Doelle sorgte Con Brio nach der Pause für gemütvolle Stimmung. Hingegen befassten sich die Herren Wunderlich mit dem Loswerden beendeter Beziehungen und gaben im Lied «Ich fahr mit meiner Klara in die Sahara» schräge Tipps.

Halle kochte

Und sie brachten die Halle zum Kochen, auch wenn es im Lied «Wochenend und Sonnenschein» zum Schluss am Sonnenschein fehlte. Die erste Zugabe mit Con Brio «Berliner Luft» von Paul Lincke heizte dem Publikum mächtig ein. Nach tränenreichem «Gib mir den letzten Abschiedskuss» beendete der Gesangs- Wettstreit zwischen «Weisse Rosen aus Athen» und «Akropolis Adieu» ein vergnügliches Konzert.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

03.07.2012

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schwyzkultur.ch/vFcWEN