Emil Wessner (links) übergab am Sonntag zusammen mit Thomas Knobel die ersten Bücher mit persönlicher Widmung. Bild Frieda Suter
Emil Wessner (links) übergab am Sonntag zusammen mit Thomas Knobel die ersten Bücher mit persönlicher Widmung. Bild Frieda Suter

Volkskultur

Handschlag und herzliches Vergelt’s Gott für Emil Wessner

Die mittlerweile 55-jährige Einscheller-Vereinigung der March wurde von Gründer Emil Wessner mit einer reich bebilderten Chronik zur Geschichte der ersten 50 Jahre beschenkt.

Stolze 400 Seiten umfasst die Chronik über die Einscheller Vereinigung der March zwischen der Gründung und dem 50-Jahr-Jubiläum. Fakten, Jahresberichte, unzählige persönliche Erlebnisse und eine riesige Anzahl Bilder hat Emil Wessner aus Siebnen, auch bekannt als «Gloggä Emil»,zusammengetragen. Gestern lud er über 80 Ehrenmitglieder, Sponsoren und Gäste ins Restaurant «Rose» nach Altendorf ein, um die druckfrischen und mit persönlichen Widmungen versehenen Bücher zu überreichen.

Grosse Freude

Die grosse Freude,die er damit seinen Gästen machte, fiel zurück auf ihn selber. Zunächst mit den verschiedenen Musikanten und dem Alphornquartett Höfli, die den musikalischen Rahmen gestalteten. Dann auch mit den jüngsten Schellern und einem Chlepfer, die Emil Wessner bewiesen, dass der von ihm gegründete Verein bereits auf die vierte Generation zählen darf.

Lebensschule

«Gewaltig, was Emil Wessner aufgebaut hat», sagte der aktuelle Vereinspräsident Michael Hasler in seinen Grussworten. Er führte auch aus, dass der Verein weiterhin für zahlreiche Auftritte gefragt sei und mittlerweile aus rund 100 Mitgliedern bestehe. Thomas Knobel, Schwiegersohn von Emil Wessner und während14 Jahren Präsident der Einscheller-Vereinigung der March, dankte Emil Wessner für die Lebensschule, die er ihm ermöglicht habe. Die beiden von den Örgäliabenden bekannten Chaschbi Gander und Franz Zihlmann wie auch Musiker René Schmid fügten Episoden aus den vielen gemeinsamen Jahren an und liessen das unermüdliche und ehrenamtliche Schaffen von Emil Wessner für die Einscheller-Vereinigung der March neu aufleben. Wie bei jedem wichtigen Anlass des Vereins seit 1977 fotografierte Alois Nussbaumer auch die Feier zur Übergabe der Chronik.

Zu zwölft angefangen

Emil Wessner wusste humorvoll von der Gründung des Vereins durch zwölf Männer und die wichtigsten Anlässe zu berichten. Etwa, dass die Organisation des ersten Bödälär-Abends in Siebnen fast daran gescheitert wäre, dass der Gemeindepräsident keine Bewilligung erteilen wollte. Doch Emil wusste einen Ausweg. Er kündigte an, dass der Gewinn aus der Tombola ans Altersheim gehe, und prompt gab es eine Bewilligung. Einen kleinen Trick brauchte es auch für die erste Bewilligung für ein Örgälitreffen in Pfäffikon.Das Priisbödälä wurde 20 Mal durchgeführt,die Örgälitreffen gibt es nach wie vor jedes Jahr Anfang November.

1860 Anlässe

Die Einscheller-Vereinigung der March hat innert 50 Jahren rund 1860 Festanlässe besucht, manche gesellige Reise unternommen und einige Probleme gelöst. Immer unter Emil Wessners Motto: «Me muess rede mitenand, nöd schwätze». Er hat in all den Jahren auch 465 Zeitungseinsendungen verfasst, die fast immer mit «Handschlag und Gruess» oder «herzliches Vergelt’s Gott» endeten.



Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Frieda Suter)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

03.03.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/kRkmJE