Gangnam Style hat auch die Märchler Fasnacht erreicht: Die Tanzkünste der Hore-Butzi sorgten für viel Lacher und lautstarke Zugaberufe. Bild Verena Blattmann
Gangnam Style hat auch die Märchler Fasnacht erreicht: Die Tanzkünste der Hore-Butzi sorgten für viel Lacher und lautstarke Zugaberufe. Bild Verena Blattmann

Volkskultur

Hore-Butzi-Oubig mit viel Witz

Die Seefeldturnhalle in Lachen war am Samstagabend Schauplatz bester fasnächtlicher Unterhaltung. Die Hore-Butzi aus Lachen organisierten nach mehrjähriger Pause wieder einen Unterhaltungsabend unter dem Motto «chogä urchig». Das kostümierte Publikum dankte dies mit fröhlicher Stimmung und begeistertem Applaus.

Schon die Eröffnung durch Sämi Krieg und Guido Kälin alias Fini versprach einen unterhaltsamen Abend. Fini – die energische ältere Damen mit spitzem Mundwerk – scheute sich nicht, bei den Ansagen zu Allem ihren Senf dazuzugeben.

Stimmung von A bis Z

Zu Beginn des Programms waren von den Hore-Butzis Kostproben der diesjährigen Schnitzelbank zu hören, in der unter anderem die längste Baustelle in Lachen, der Kiosk am Raffplatz oder die vermeintliche «Sängerin» Vreni Schneider ihr Fett weg bekamen. Dies taten auch die bewährten, aufmerksamen «Stroussewüscher» Sämi, Migi und Flavio auf humorvolle Weise. Die ewig gleichen steinharten Eierchränzli der Narrhalla etwa wurden an der Sitzung der Lachner Fasnachtsgesellschaften thematisiert. Die Los Cardinaleros zogen es vor, statt mit Musik aufzutrumpfen, die Lachner Fasnächtler auf die Schippe zu nehmen. «De gröscht Dösel vo Lache am See» vertrat den mit Freude erwarteten, einzigartigen Joschi-Closchi. Zum Glück entpuppte sich der angesagte Stellvertreter dann doch als das Original. Joschi-Closchis perfekt gereimte, mit Witz und einer Spur Ironie versehenen Verse ernteten tosenden Beifall. Wie nervig so eine Musikschule sein kann, führte die senile Bettflucht anschaulich vor. Spassig und mit wenig Disziplin forderten die Schüler ununterbrochen ihre gestrenge Lehrerin heraus. Auch die Narrhalla zog alle Register ihres schauspielerischen Könnens und brachte Giacobbo/Müllers Late Service Public nach Lachen. Hier zeigten sich insbesondere die Darsteller der Figuren von Hanspeter Burri und des Musikers Dani Ziegler als Extraklasse.

Begeistertes Publikum

Im Männersynchronschwimmen glänzte der Turnverein Lachen mit eigenem Bassin. Doch, so ganz ohne Frauen ging das nicht, denn zwei neckische Badenixen gesellten sich zu den beiden Schwimmern. Mit Twist, Ententanz, Rock und Michael Jackson bewiesen die Wöschwiiber, dass Waschen und Tratschen nicht das einzige ist, von dem sie was verstehen. In feschen Dirndl und «guet büschelet» zeigten die «weiblichen Hore-Butzi» ihren Männern mit volkstümlichem Reigen und danach auch rasant poppig, wo es lang geht, und verbreiteten bis zur letzten Minute eine Bombenstimmung. Zwischen den Programmblöcken und nach der Aufführung unterhielt die urchige Formation Hokuspokus.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

28.01.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/kka1Vf