Das Lachner Obernarren Dreigestirn: (v. l.) Narrenschreiber René Bünter, Narrenvater Martin Stählin und Narrenkassier Daniel Heinrich. Bild Kurt Kassel
Das Lachner Obernarren Dreigestirn: (v. l.) Narrenschreiber René Bünter, Narrenvater Martin Stählin und Narrenkassier Daniel Heinrich. Bild Kurt Kassel

Volkskultur

Humor wird gross geschrieben

Am Dreikönigstag, dem offiziellen Fasnachtsbeginn in March und Höfe, hielt die Narrhalla Lachen im Restaurant «Schützenhaus» in Lachen ihre Generalversammlung ab.

Die Narrhalla als Dachorganisation der sieben Lachner Fasnachtsvereine, die alle das Ziel haben, die Fasnacht in Lachen in ihrer einzigartigen Form zu erhalten und zu beleben, legte humorvoll Rechenschaft ab über das vergangene Jahr. Narrenvater Martin Stählin durfte in seiner Begrüssung im proppenvollen «Schützenhaus», sinnvoll dekoriert zum Thema «Feuer und Eis», mit Landammann Walter Stählin und Gemeindepräsident Pit Marty zwei hochgradige Fasnächtler begrüssen.

Narren geniessen viele Freiheiten

In seinem Jahresbericht streifte der Narrenvater die vielen gelungenen Anlässe des vergangenen Jahres: das Einschellen, die Kinderfasnacht, der Kinderumzug, das Priisbutznen, das Häxentreiben, die Umzüge, das Jodlerfest, das Grillfest, den 1. August und die Bettagswanderung. Zum Schluss gab er die Regeln für die GV bekannt: «Aufmerksam sein, nur reden wenn man etwas Gescheites zu sagen hat und den Saal nicht mutwillig verlassen.» Mit einem Dank an alle, die die Fasnacht in Lachen zusammenhalten, schloss er seinen Jahresrückblick, der mit einem dreifachen «Butzne git warm» verdankt wurde. Dann waltete der Narrenschreiber René Bünter seines Amtes. Bevor er sein Protokoll der letzten GV verlas, machte er die Narren auf die neuen Gesetze aufmerksam, die seit dem 1. Januar gelten. So wissen nun alle Bescheid über das neue Namensrecht oder das Erbrecht. Beruhigend für die Fasnächtler ist, dass bei der Gesetzes- und Verbotsflut die hohen Behörden noch nicht auf die Idee gekommen sind, ein neues einschränkendes Fasnachtsgesetz auszutüfteln. Sein humoriger Bericht kam an und wurde mit einem dreifachen «d’Tinte isch troche» verdankt.

Zwei neue Obernarren

Dass die Narren nicht nur festen sondern auch rechnen können, bewies Financier Daniel Heinrich. Die Kasse kann einen leichten Überschuss vorweisen. Damit er den nächsten Revisorentermin nicht wieder verschlafe, übergaben ihm die Revisoren einen neuen Wecker. Die Versammlung dankte ihm mit einem dreifachen «d’Chole isch putzt und gschtrählet». Mit Andrin Schuler und Patrick Benz konnten neue Obernarren aufgenommen und damit das Durchschnittsalter der Obernarren massiv gesenkt werden. Jocelyne Burnens wird in Zukunft als Revisorin die Kasse kontrollieren. Für zehn Jahre harte Arbeit als Obernarr wurde Stefan Brun geehrt.

René Bünter neues Nachtliechtli

Als neues Nachtliechtli wurde, für ihn überraschend, René Bünter gewählt. Nachdem er das Licht am Liebsten an Patrick Benz weiter gegeben hätte – was einen kleineren Tumult auslöste – nahm er seine neue Aufgabe zähneknirschend an. In seinem Grusswort zeigte sich Landammann Walter Stählin als grosser Freund der Lachner Fasnacht. Er stellte fest, dass die Lachner Fasnacht für jene, die etwas von der Fasnacht verstehen, die schönste Fasnacht ist. Gemeindepräsident Pit Marty musste wohl den Anlass verwechselt haben, referierte er doch in bester Tele-Züri-«Sonntalk»- Manier über Lust und Frust in Lachen.

150Jahre Narhalla

Der Startschuss ins Jubiläumsjahr 150 Jahre Narrhalla fällt bereits am Chlyne Zischtig und wird einige Überraschungen wie zum Beispiel ein Narrenspiel bringen. So nahm die 149. Generalversammlung der Narrhalla Lachen ihr Ende. Danach ging es hinaus auf die Strassen, wo der Böllerschuss zum traditionellen Einschellen fiel.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

08.01.2013

Webcode

www.schwyzkultur.ch/Hm1RvL