Neue Heimat für 40 Kostümpuppen im Marchmuseum: (v. l.) Walter Andermatt, Dirigent des Echo vom Grundgässli, Jürg F. Wyrsch. Marchring-Präsident, und EvG-Präsident Erich Küng im neu gestalteten Teil des Museums. Bild Frieda Suter
Neue Heimat für 40 Kostümpuppen im Marchmuseum: (v. l.) Walter Andermatt, Dirigent des Echo vom Grundgässli, Jürg F. Wyrsch. Marchring-Präsident, und EvG-Präsident Erich Küng im neu gestalteten Teil des Museums. Bild Frieda Suter

Volkskultur

Puppen im Museum ausgestellt

Das Marchmuseum ist zur neuen Heimat für die Puppen des Echo vom Grundgässli geworden.

Seit dem Gründungsjahr 1964 trat die Siebner Guggenmusik Echo vom Grundgässli (EvG) nicht nur jedes Jahr in einem neuen Kostüm auf. Während 40 Jahren wurde zusätzlich eine Puppe mit dem aktuellen Outfit der Gugger ausgestattet.Nun hat die ganze Sammlung im Marchmuseum in der Kraftwerkzentrale Rempen in Vorderthal eine neue Heimat gefunden. Am Sonntag, 8. Januar, sind die Türen von 13.30 bis 16 Uhr geöffnet, und Interessierte können einiges über das EvG im Speziellen und andere Märchler Traditionen im Allgemeinen erfahren.

51 Kostüme, 40 Puppen

«Vor Kurzem wurden die 40 Puppen mit EvG-Kostümen in zwei Vitrinen platziert», sagt Albert Winet nicht ohne Stolz. Die mehr als 50-jährige Vereinsgeschichte und die mit viel Liebe zum Detail gestalteten Puppen haben für das damalige Gründungsmitglied grossen Stellenwert. Der grösste Teil der Kostümpuppen wurde von der Puppenkünstlerin Erika Züger geschaffen, und die ganze Sammlung wurde 2014 durch den Verein vom ehemaligen Sammler zurückgekauft. «Die Puppen sind zu einem Teil unserer Kultur geworden», sagt auch Vereinspräsident Erich Küng. Er war dabei, als sie im Marchmuseum ihren neuen Platz bekamen. Dort können sie künftig jeden zweiten Sonntag im Monat besichtigt werden. Plaketten und die Chronik ergänzen die Vitrinen und geben Einblicke in vier Jahrzehnte Vereins- und Fasnachtsgeschichte.

Die Geschichte dreht sich weiter

Und wer weiss, ob dereinst auch noch die bisher weiteren elf EvG-Kostüme «en miniature» gefertigt werden können und die Ausstellung ergänzen. Zumindest ist das EvG mit aktuell 32 Mitgliedern und unter dem Motto «Voodoo» ab morgen Freitag wieder aktiv dabei, wenn in Siebnen die Fasnacht eröffnet wird. «Wir sind für das Einschellen federführend, und der Umzug mit 21 Gruppen setzt sich pünktlich um 19.37 Uhr beim Restaurant ‹Freihof› in Bewegung», sagt Erich Küng. Ziel ist der Platz vor dem H.B.S.Schulhaus, wo der offizielle Fahnenaufzug stattfindet und anschliessend ein gemütliches Fest in der Geisterbar steigt. Dort gibt es nebst dem Barbetrieb auch Sitzplätze für alle, die es behaglich mögen.

Auftritte und Zeitung

Schon am Samstag folgen für das EvG mit dem Narrensymposium und der nachfolgendenAprès-Ski-Party in Schübelbach die nächsten Aktivitäten. Danach geht es Schlag auf Schlag mit fast zwei Dutzend Anlässen bis zum Chlinä Zischtig vom 28. Februar weiter. Der Abschluss der Fasnacht 2017 geschieht mit der traditionellen Vorstellung des neuen Kostüms für die Fasnacht 2018. Dazwischen liegen Höhepunkte wie der Schmutzige Donnerstag mit der Herausgabe der nächsten Auflage der Märchler Fasnachtszeitung «Grundgässlipost». «Wir sind bereit für die Fasnacht und auch offen für neue Mitglieder», ergänzt Erich Küng. Nach bewährter EvG-Manier gilt die Einladung allerdings nur für Männer. «Ein ungeschriebenes Gesetz, das sich mehr als 50 Jahre gehalten hat», ergänzt Albert Winet mit einem Lächeln.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Frieda Suter)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

05.01.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/Dqpghb