Nicole Schilter und Christian Rickenbacher aus Lauerz präsentierten ihre Schmuckstücke.
Nicole Schilter und Christian Rickenbacher aus Lauerz präsentierten ihre Schmuckstücke.

Musik

Lüpfige Tänze aus dem Stöpselbassörgeli

Wie die Trychler und die Geislechlepfer trafen sich über die Dreikönigstage traditionsgemäss auch die Stöpselbassörgeli-Freunde zu ihrem 18. Stöpselbassörgeli-Treffen.

Über 30 begeisterte Musikanten, Jung und Alt von nah und fern, kamen stolz mit ihren nostalgischen Stöpselbassörgeli ins Restaurant Waage nach Lauerz. Mit strahlenden Augen und schmunzelnden Lippen präsentierten sie untereinander ihre wahren Schmuckstücke. Jeder einzelne Musikant versuchte dann auch, nur die schönsten und die exklusivsten «Tänzli» perfekt aus seinem Stöpselbassörgeli herauszuholen. Die liebevoll klingenden Melodiestimmen und die einzigartigen Schnarchelbässe – ohne Resonanzkasten – liessen daher nicht selten die Stimmen der Zuhörer lautlos verstummen. Die im voll gestopften Restaurant Waage anwesenden Zuhörer wurden somit den ganzen Abend hindurch mit heimeliger Musik buchstäblich verwöhnt. Selbst die eingefleischten Musikexperten liessen verlauten, dass sie von den durchwegs konzertanten und den manchmal fast zauberhaften Musikvorträgen überwältigt wurden. Den Musikanten entbieten wir daher an dieser Stelle recht herzlichen Dank für den geselligen Abend.

Ein Nachfolgemodell

Das Stöpselbassörgeli gilt ja als Nachfolgemodell des «Langnauerli» und gleichzeitig auch als Vorgänger von den heutigen legendären Schwyzerörgeli. Die Stöpselbassörgeli wurden vorwiegend von Alois Eichhorn, 1885, Joseph Nussbaumer, 1882, und Robert Iten,1859, in der Zeit von 1885 bis etwa 1935 hergestellt. Dank liebevoller Pflege durch die Besitzer können heute noch viele – teils über 100-jährige – Stöpselbassörgeli in hervorragender Qualität präsentiert werden.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

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Kategorie

  • Musik

Publiziert am

08.01.2014

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