Die Ausstellungsmacher Anna Wälli und Hans ten Doornkaat betrachten die kleinen Notizbücher von Pitschi-Schöpfer Hans Fischer. Dahinter können Kinder zu Pitschi ins und unters Bett kriechen und sich Geschichten anhören. Bild: Silvia Camenzind
Die Ausstellungsmacher Anna Wälli und Hans ten Doornkaat betrachten die kleinen Notizbücher von Pitschi-Schöpfer Hans Fischer. Dahinter können Kinder zu Pitschi ins und unters Bett kriechen und sich Geschichten anhören. Bild: Silvia Camenzind

Dies & Das

Mit Kätzchen Pitschi ins Bett

Eine Ausstellung über beliebte Bilderbücher ist ab heute im Forum Schweizer Geschichte in Schwyz zu sehen.

Die bekannten Kinderbücher sind vielen ans Herz gewachsen. Man gibt sie von Generation zu Generation weiter, sei es Joggeli, Pitschi, Globi oder Schellenursli. «Bilderbucherinnerungen sind zentrale Kindheitserinnerungen», erklärte am Donnerstag Hans ten Doornkaat. Der Gastkurator der Ausstellung, die bereits in Zürich im Landesmuseum zu sehen war, erlebte, wie Besucherinnen und Besucher beim Betrachten der Bilderbücher nicht über Joggeli, Pitschi oder Globi sprachen, sondern über die eigene Befindlichkeit. Hans ten Doornkaat bezeichnete die Ausstellung deshalb nicht als ausschliessliche Bilderbuchausstellung, sondern als eine über das kollektive Gedächtnis der Schweiz.


Globis Postauto und Joggelis Birnbaum


Ab heute Samstag ist die Ausstellung über die Bilderbuchklassiker in Schwyz zu sehen. Sie wird Emotionen wecken, denn die Ausstellungsmacher haben an Gross und Klein gedacht, als sie die Ausstellung konzipiert hatten. Den Kindern springt garantiert Globis Postauto oder Joggelis Birnbaum ins Auge. Oder Schellenurslis Alphüttli und das grosse Federbett von Kätzchen Pitschi. Überall dürfen sie spielen, sich verkriechen, Geschichten hören und natürlich Bilderbücher anschauen. Die Erwachsenen können in Erinnerungen an die Bilderbücher ihrer Kindheit schwelgen. Gleichzeitig lernen sie, dass die Bilderbücher von einer hohen künstlerischen Qualität sind und gesellschaftliche und politische Themen ihrer Zeit widerspiegeln und dank ihrer Qualität bis heute begeistern. Spannend auch zu sehen, wie Bilderbücher von den Werbeabteilungen grosser Firmen entdeckt worden waren und so die Figuren ihren Siegeszug in die Schweizer Haushalte machten. Die Ausstellung über die Bilderbuchhelden zeigt ein Stück Schweizer Alltagsgeschichte im Zeitraum von 1900 bis 1967. Ab 1968 werden die Bilderbücher internationaler. Die generationenübergreifende Ausstellung dauert bis zum 15. März. Es gibt ein Rahmenprogramm mit Führungen, Figurenspiel, Puppentheatern und Geschichtennachmittagen.


Bote der Urschweiz / Silvia Camenzind

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

02.11.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/T1Xs4P