Jost Ribary
Jost Ribary

Volkskultur

Jost Ribary – eine Legende

Ribary komponierte die «Steiner Chilbi». Aber auch sonst ist er nach wie vor nicht aus der nationalen Ländlerszene wegzudenken. Die Gemeinde Oberägeri ehrt Jost Ribary mit zahlreichenVeranstaltungen.

Ribary und Musik lassen sich bis ins Jahr 1702 zurückverfolgen. Ein Basili Ribaire, der Urururgrossvater von Jost, in Grenoble geboren, wurde 18-jährig dem Militärspiel zugeteilt, doch beim Staatsbankrott unter Herzog Philippe desertierte dieser in die Schweiz. Weil sein Name schwer auszusprechen war, nannte man ihn, der weiterhin die Musik pflegte, einfach Ribary. Mit dem Erwerb eines Bauernheimets in Oberägeri wurden die Ribarys Zuger.

Zeugen der Volksmusik

Nun wird in Oberägeri eine Fotoausstellung den Ribarys gewidmet. Sie ist auf Initiative der Kulturkommission zustande gekommen und zeigt einen kleinen Querschnitt aus dem Leben des grossen Volksmusikanten. Dabei findet man natürlich auch Abbildungen von Jost Ribarys Weggefährten aus einer Generation, die dank Radio und Phonograph die regionalen Musikgrenzen sprengten. Mit dem Schottisch «Steiner Chilbi» fiel ihm ein absolutes Paradestück ein, welches seit Jahrzehnten als Nummer 1 die Suisa- Hitliste anführt. Jost Ribary III. komponiert derzeit ein Stück im Auftrag der Gemeinde Oberägeri. Unter dem Namen «Oberägeri Chilbi» wird es am 10. Oktober uraufgeführt.Am 18. Juli würde Jost Ribary 100 Jahre alt. Der Name Jost Ribary muss im gleichen Atemzug mit Steiner Chilbi ausgesprochen werden. Ribary war von seinem Vater Roman geprägt, und sein Sohn sowie ein Enkel pflegen sein musikalisches Erbe.



Ausstellung

Die Fotoausstellung im Schalterraum der Gemeindeverwaltung
ist ein Programmpunkt im Jubiläumsjahr der Gemeinde Oberägeri und zeigt Zeitdokumente.



Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

07.05.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/NMmSd6