Bildhauer Hans Gisler: Aus dem 3,5 Meter hohen Strunk ist dieser Tell entstanden. Bald geht es an die Feinarbeit. Bild Ernst Immoos
Bildhauer Hans Gisler: Aus dem 3,5 Meter hohen Strunk ist dieser Tell entstanden. Bald geht es an die Feinarbeit. Bild Ernst Immoos

Kunst & Design

Morschach: Tell ist zurück

Der symbolträchtige Wilhelm Tell zieht wieder in Morschach ein. Er soll nach dem Sprung aus dem Boot über Morschach geflüchtet sein. Jedenfalls gibt es einen Flurnamen «Telli».

Im Sommer ist auf dem Tourismusplätzli in Morschach aus Sicherheitsgründen auch der zweite Mammutbaum geschlagen worden, ein weit über 100 Jahre alter und 55 Meter hoher Baum. Den Strunk von 3,5 Metern Höhe liess man stehen, um das Tourismusplätzli zusätzlich mit einer Skulptur zu verschönern. Morschach-Stoos Tourismus wird dafür einige Tausend Franken aufwenden. Aber warum soll gerade Wilhelm Tell als Skulptur Fuss fassen? «Morschach hat keine typischen Besucher, sie kommen aus dem In- und Ausland, um Ferien zu machen. Wir haben uns lange überlegt, was für eine Skulptur wir erstellen lassen sollen. Morschach als Ort oberhalb desVierwaldstättersees und in der Zentralschweiz gelegen, spricht auf Tell als Symbol wohl am besten an», erklärt Ivan Steiner, Leitung Morschach- Stoos Tourismus.

2,4 Meter hoher Tell

Den Auftrag, einen Tell aus dem Stamm zu sägen und zu schnitzen, hat der begabte Riemenstaldner Bildhauer Hans Gisler, Altdorf, erhalten. Er ist jetzt etwa «bei Halbzeit » angelangt, dass heisst, es sind nochmals etwa 50 Arbeitsstunden nötig. Mit der Kettensäge hat er inzwischen den 2,4 Meter hohen Tell aus dem 3,5 Meter hohen Strunk freigelegt und wird bald mit der Feinarbeit, dem Schnitzen, beginnen. Gisler hat schon zahlreiche imposante Werke geschaffen, so jenes vor der Schwyzer Ausgleichskasse (AHV) oder einen Betrufer vor der SAC-Hütte auf der Glattalp. Mitgewirkt hat er auch an der riesigen Skulptur «100 Jahre Fifa», die nun vor dem neuen Fifa-Gebäude in Zürich steht.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

29.10.2009

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schwyzkultur.ch/xNWT7S