Das legendäre Theater Muotathal spielt dieses Jahr das Geschehen um eine Kristallkluft. Bild Christoph Jud
Das legendäre Theater Muotathal spielt dieses Jahr das Geschehen um eine Kristallkluft. Bild Christoph Jud

Bühne

Bald darf wieder gelacht werden

Im Theater Muotathal laufen die Proben für die neue Aufführung auf Hochtouren. Das Volksstück «D’Kristallsaag» hat der Autor den Muotathalern auf den Leib geschrieben.

Erstmals führen dieses Jahr Nathalie Zwyssig und Daniel Heinzer die Co-Regie in Muotathal. Die beiden kennen die Muotathaler Bühne als Darsteller bestens. Zusammen mit sieben Männern und fünf Damen als Schauspieler präsentieren sie dieses Jahr die Premiere des Dialektstücks «D’Kristallsaag» – einen 4-Akter aus der Feder von Lukas Bühler. Darin geht es um das Thema Fremde und die damit verbundene Skepsis von Einheimischen gegenüber Fremden. Die Zigeunerfamilie Romani taucht im «Thal» auf. Albin Schelbert (Janosch), Sandra Bürgler (Mafalda), Christian Gwerder (Mirko) und Marie-Louise Kistler (Marika) spielen die Rollen der Fremden. Präzis zum Zeitpunkt des «Besuchs» der Zigeuner muss Polizist Grüter (Daniel Büeler) im Dorf einen heiklen Fall aufklären. Dabei geraten die Fremden in Verdacht. Das allgemein herrschende Vorurteil gegenüber Fremden, besonders gegenüber Zigeunern, lebt auf.

Spezieller Fall

Um was geht es im hängigen Kriminalfall, der das Dorf in Unruhe bringt? Sämi (Franz Betschart) ist ein erfahrener Strahler. Die Freude ist gross, als er von einem bevorstehenden grossen Fund im Dorf berichten kann. Somit wissen alle in der Gegend Bescheid, doch an das ungeschriebene Gesetz, dass die Ausbeutung einer Kristallkluft dem Entdecker vorbehalten ist, halten sich nicht alle. Die Kluft wird von Unbekannten geräumt und zerstört.

Heiter und nachdenklich

Die Zigeuner geraten mitunter in den Verdacht, damit etwas zu tun zu haben. Doch nicht nur sie. Sind Geldnot oder Habgier Gründe, die jemanden dazu verführte, diese Untat zu begehen? Welche Rolle spielt der «Kronen»-Wirt Jakob Baumann (Jürg Heinzer), dessen Beiz nicht mehr rentiert? Oder haben seine Ziehtochter Anna (Karin Gwerder) und der knurrige Bauer Melk Schmid (Martin Steiner) damit etwas zu tun? Genauso auch das redselige Fräulein Gitzitanner (Luzia Betschart), die am hübschen Polizisten Grüter Gefallen findet, ist nicht unbefleckt. In dem heiteren, aber auch nachdenklichstimmenden Stück sorgen das «Chrüter»- Trudi (Luzia Betschart) und Bänzli Studer (Remo Betschart) mit ihrem liebevollen Geplänkel für grosse Heiterkeit und bestimmt auch für garantierte Lacher im Publikum. Wie gewohnt bei Aufführungen im Theater Muotathal singen und musizieren die Darsteller auf der Bühne.

Ansturm auf die 9000 Sitzplätze

Um den zu erwartenden Reservationsansturm bewältigen zu können, sind vier Telefonnummern in Betrieb. Am 12. Oktober um Punkt 09.00 Uhr startet der Billettvorverkauf, der wie immer ausschliesslich telefonisch erfolgt. Ab da kann täglich, ausser donnerstags und sonntags, von 09.00 bis 11.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr angerufen werden.

Infos

www.theater-muotathal.ch

Bote der Urschweiz / Christoph Jud

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

02.10.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/GAi8di