Familientisch auf dem «Seehof»: Jakob Grütter (Theo Pfyl), v.l., seine Gattin Lisbeth (Karin Gwerder), Knecht Guschti (Armin Ablondi) und Grossmutter Olga (Marie-Louise Kistler), ganz rechts, hören Röslis (Sandra Büeler) Äusserungen zu. Bild Christ
Familientisch auf dem «Seehof»: Jakob Grütter (Theo Pfyl), v.l., seine Gattin Lisbeth (Karin Gwerder), Knecht Guschti (Armin Ablondi) und Grossmutter Olga (Marie-Louise Kistler), ganz rechts, hören Röslis (Sandra Büeler) Äusserungen zu. Bild Christ

Bühne

Das grosse Lachen geht los

Das Theater Muotathal garantiert auch dieses Jahr ein besonderes Theatererlebnis. Regisseur Patrick Suter und die 50 Mitwirkenden auf und hinter der Bühne können die Premiere am 23. Oktober kaum erwarten.

Rund 20 Bühnen- und vier Lese-Proben haben die Muotathaler Theaterleute mit ihrem Regisseur Patrick Suter hinter sich. Vorgestern beim Probebesuch des «Boten» erklärte Suter, der dieses Jahr zum dritten Mal in Folge als Regisseur am Theater Muotathal amtet: «Wir brauchen die acht noch geplanten Proben, um intensiv zu arbeiten. Die Spieler merken, dass es in gut zwei Wochen so weit ist. Jetzt müssen sie ran.» Dem 13-köpfigenTeam auf der Bühne gehören drei neue Gesichter unter den Muotathaler Laienspielern an: Karin Gwerder, Sandra Büeler und Vreny Betschart stehen erstmals auf den bekannten Muotathaler Bühnenbrettern. Alle anderen sind teils «alte Hasen», wie auch Bühnenchef Melk Suter, der mit seinen fünf Bühnenhelfern und Kulissenmaler René Inderbitzin zwei gut zum Stück passende Bühnenbilder erstellt hat.

Im beliebten Muotathaler Dialekt

Aufgeführt wird heuer das Volksstück «U dr Fluäalp» des Aargauer Theaterautors Josef Brun. Regisseur Suter erklärt, er habe mehrere Stücke gelesen, bevor er sich für das Stück von Brun entschieden habe. Zusammen mit seiner Gattin hat der Regisseur das Stück in den unverwechselbaren und von den Theaterbesuchern besonders geschätzten Muotathaler Dialekt umgeschrieben. Obwohl er und seine Gattin eingesessene Muotathaler seien, würden die Darsteller selber manchmal eigene Ausdrücke einbringen. Dies akzeptiere er, so Suter. «So viel Freiheit muss sein. Die Spieler sollen sich auch selber einbringen können», meint der Regisseur.

Volksspiel mit viel Lachpotenzial

Die Stücke des 65-jährigen Luzerner Landwirts und Theaterautors Josef «Sepp» Brun werden gerne in Muotathal gespielt und gesehen; dieses Jahr zum 10. Mal. Regisseur Suter verrät, Brun habe ihm erklärt, dass er sich besonders freue, wenn am Theater Muotathal ein Stück von ihm aufgeführt werde. «Uf dr Fluäalp» ist eine amüsante Geschichte, die sich auf dem «Seehof » und auf der «Fluäalp» abspielt. Zuerst will an dem schönen Sonntagnachmittag imFrühsommer niemand vom «Seehof» an die Chilbi ins Dorf gehen, ausser der Knecht Guschti. Da tauchen die beiden Schwestern Sonja und Edith auf dem Hof auf und reizen die beiden Brüder Markus und Oskar, beide Bauernsöhne auf dem «Seehof», an den Chilbitanz zu kommen. Dies führt nach dem Tanz zum Krach zwischen den beiden ansonsten friedliebenden Brüdern. Zum Chaos auf der Bühne trägt zudem Viehhändler Leo Schüpbach bei, der es gerne hätte, wenn seine Tochter Rösli einen der beiden Bauernsöhne heiraten würde. Auch der Playboy Lukas Kummer und seine Freundin Esther stiften zusätzlich Unruhe.

Informationen

www.theater-muotathal.ch

Premiere:
Samstag, 23. Oktober

Derniere:
Sonntag, 5. Dezember

Billett-Vorbestellungen:

ab 16. Oktober täglich, ausser sonntags und donnerstags, von 09.00 bis 11.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr.

Anzahl Plätze 1–50: Telefon 041 830 25 20;

Anzahl Plätze 1–6: Telefon 041 830 25 21 (nur am 16. und 18. Oktober aufgeschaltet).

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

08.10.2010

Webcode

www.schwyzkultur.ch/dMp9Zx