Die Stimmen am Telefon: Hanny Suter und Nathalie Zwyssig verbuchen die Muotathaler Theatertickets. Bilder Bruno Facchin
Die Stimmen am Telefon: Hanny Suter und Nathalie Zwyssig verbuchen die Muotathaler Theatertickets. Bilder Bruno Facchin

Bühne

Der grosse Run auf Theatertickets

Am Samstag begann derVorverkauf für die Tickets des Theaters Muotathal. Nach fünf Stunden waren rund 70 Prozent aller Plätze verkauft. Wir schauten den beiden Telefonverkäuferinnen Nathalie Zwyssig und Hanny Suter über die Schultern.

Für die 27 Aufführungen des Theaters Muotathal standen insgesamt 8640 Plätze zur Verfügung, und diese Tickets konnten nur telefonisch bestellt werden. Das bedeutet, dass zu den festgelegten Anrufzeiten die beiden Telefone ununterbrochen klingelten. Die beiden freundlichen Stimmen am Telefon, von Nathalie Zwyssig und Hanny Suter, wurden echt strapaziert. Dieser Job wurde den beiden heuer jedoch stark vereinfacht, denn neu steht eine moderne Software zur Verfügung, die, wie bereits nach den beiden ersten Stunden festgestellt, ihre Feuertaufe mit Bravour bestanden hat.

Zwyssig: «… müssen stur bleiben»

Wer meint, mit Beziehungen könne man leichter an die begehrten Tickets herankommen, der liegt falsch. Das Theater Muotathal vergibt seinen Ehrenmitgliedern im Vorfeld je zwei Plätze und an Carunternehmen, welche schon seit Bestehen des Theaters Stammkunden sind, eine definierte Menge. «Das sind wir diesen Unternehmen schuldig, denn nicht zuletzt haben diese Busunternehmen unser Theater in den ersten Jahren weit nach aussen bekannt gemacht», erklärte Nathalie Zwyssig, die seit rund zehn Jahren den Vorverkauf leitet. Das System mit denTelefonbestellungen sei stets verbessert und kundenfreundlicher geworden. «Wer durchkommen will, benötigt eine Portion Glück. Wir vom Verkauf ziehen die Richtlinien durch und müssen fairerweise stur bleiben.» Diese Sturheit, besser gesagt Gerechtigkeit, konnte der «Bote» am Samstag vor Ort und echt miterleben: Adolf Hediger, Vater von Nathalie Zwyssig und Vermieter der Vorverkaufsstelle, war als Ehrenmitglied im Besitz von zwei Tickets. Um weitere zu erhalten, benötigte er aus dem Raum nebenan über 20 Wählversuche zum Erfolg.

Ausgeklügelte Software

Seit diesem Jahr benutzt die Theatergesellschaft eine Reservierungssoftware, deren Grundversion vom Theater Euthal übernommen werden konnte. Wie Reto Suter,Vorstandsmitglied, erklärte, habe man das Programm den weitaus breiteren Bedürfnissen (zwei Telefonnummern und mehrere Vorstellungen) von Muotathal anpassen und zwei PCs synchronisieren müssen. «Alles scheint perfekt zu laufen», stellte Suter nach den ersten zwei Stunden fest. Der Vorteil des neuen Systems ist vor allem die speditive Auftragsabwicklung in einer bedeutend kürzeren Zeit pro Anruf. Für jeden Spieltag kann der Bestuhlungsplan mit dem freien Platzangebot in Sekundenschnelle abgerufen und bearbeitet werden. Dazu kommt die Anruferkennung mit dem elektronischen Telefonbuch, welche die Adresse registrierter Anrufe zeigt und speichert. «Jeder Anruf kommt direkt in die Datenbank und macht uns im nächsten Jahr noch schneller», so Suter. Am Samstag wurden während fünf Stunden 196 Anrufe ohne Stress entgegengenommen und bearbeitet.

Über 70 Prozent verkauft

Der Bildschirmausschnitt vom Samstag, 17.00 Uhr, gibt Auskunft über den Stand des ersten Vorverkaufstages. Eine Farbskala von blau über schwarz bis rot erleichtert den ersten Überblick. Verkauft wurden 70 Prozent aller 8640 verfügbaren Plätze. Praktisch ausverkauft (bis auf 4 Plätze) ist der Sonntagnachmittag vom 31.Oktober. Am meisten freie Plätze gibt es noch für die Mittwochvorstellungen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

18.10.2010

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schwyzkultur.ch/MCWUUH