Das Liebespaar Elian Geissbühler (Sabrina Föhn) und Tobias Steiger (Gabriel Schelbert).
Das Liebespaar Elian Geissbühler (Sabrina Föhn) und Tobias Steiger (Gabriel Schelbert).
Kari (Christian Gwerder) transportiert seinen angeblich verletzten Bruder Bärti (Remo Gwerder), während Elian Geissbühler (Sabrina Föhn) und Tobias Steiger (Gabriel Schelbert) diese staunend beobachten. Bilder Andrea Schelbert
Kari (Christian Gwerder) transportiert seinen angeblich verletzten Bruder Bärti (Remo Gwerder), während Elian Geissbühler (Sabrina Föhn) und Tobias Steiger (Gabriel Schelbert) diese staunend beobachten. Bilder Andrea Schelbert

Bühne

Eine saftige Portion Humor aufgetischt

Die Theatergesellschaft Muotathal führte am vergangenen Samstag das Stück «Bim Waldbrünneli» auf. Die Premiere ist vollauf gelungen.

Eine tiefgründige Geschichte, gespickt mit viel Humor, und eine Jugendliebe, die es nicht geben sollte. Was Misstrauen und falsche Verdächtigungen bewirken können und wie man mit einer saftigen Portion Humor dagegen ankommt, davon erzählt das Volksstück «Bim Waldbrünneli» (Autor Josef Brun) in vier Akten. Ob als Serviertochter, unterhaltsames Geschwistertrio, Wildhüter, Zeitungsverträgerin oder Wirtin, alle 14 Akteure fanden sich in ihrer Rolle zurecht und boten dem Premierepublikum Unterhaltung vom Feinsten. Natürlich fanden auch in jedem Akt die sehr beliebten Lieder und Naturjüüzli ihren Platz. Alljährlich werden die Ehrenmitglieder mit Begleitung zu der Saisoneröffnung in der St. Josefhalle eingeladen. Der Saal bietet Platz für 320 Personen.

Abgänge und neue Schauspieler

Der Regisseur Daniel Heinzer wurde vom Regieteam mit Nathalie Zwyssig, Melanie Schmidig und Kurt Gwerder unterstützt. Gemeinsam gelang ihnen die Herausforderung, sieben neue Mitspieler auf ihre Rollen vorzubereiten, hervorragend. Stück wurde angepasst Bereits nach wenigen Proben stellte sich heraus, dass die Rollen zweier Spieler zu wenig Gestaltungsmöglichkeit boten. Das Team und die Spieler waren sich einig, dass man aus den zwei Brüdern Kari und Bärti (Christian Gwerder und Remo Gwerder) noch mehr herausholen sollte. Mit der Hilfe von Theaterautor Lukas Bühler wurden die Texte in kürzester Zeit angepasst. «Der Entscheid, die Rollen umzuschreiben, war eindeutig richtig», so der Regisseur Daniel Heinzer. Und man merkt es den zwei Schauspielern an – sie leben ihre Rolle. Dank dem, dass man rechtzeitig reagiert hat, hat die Änderung sehr gut geklappt und auch die anderen Spieler sowie den weiteren Probeverlauf kaum beeinflusst.

Liebe auf Umwegen

Die zwei Verliebten Elian und Tobias (Sabrina Föhn und Gabriel Schelbert) wurden jeweils von ihren Vätern von den Höfen gejagt. Zumindest in diesem Punkt waren sich die zwei Streithähne Werner und Othmar (Simon Gwerder und Jürg Heinzer) einig – diese Liebe durfte nicht aufblühen. Die Väter waren, seitdem auf Werners Hof Schafe gerissen worden waren, zerstritten, und dem anderen wurde jeweils kein gutes Haar gelassen. War sich doch Werner sicher, dass Othmar etwas damit zu tun haben musste. Auch das gut Zureden von Werners Frau Mariann (Sandra Bürgler) erbrachte nicht die gewünschte Wirkung. Bei der Alpenrösli-Wirtin Gertrud (Charlotte Zenhäusern) fanden die beiden Verliebten Unterschlupf. Das lustige Geschwistertrio Kari, Bärti und Trini (Christian Gwerder, Remo Gwerder, Melanie Schmidig) wusste mit seinen lustigen Sprüchen und Weisheiten jede Situation wieder aufzulockern. Licht ins Dunkel brachten Wildhüter Kilian und Förster Arnold (Martin Mettler und Erich Imhof ). Dass sie beide aber Gefallen an Melanie (Ramona Heinzer) fanden, machte das Ganze nicht unbedingt einfacher und stellt die Männerfreundschaft auf eine harte Probe. Natürlich weiss auch die Zeitungsverträgerin Dora (Luzia Betschart) jedem Gespräch etwas beizusteuern. Ihr Mann Gustav Beerli (Albin Schelbert) gab sogar ein Sololied zu Ehren seiner Dorothe zum Besten.

Die glücklichen Billettbesitzer

Bereits nach kurzer Zeit waren alle Aufführungen ausverkauft. Diejenigen, die ein Billett haben, dürfen sich auf ein unterhaltsames Stück vor herrlichen Kulissen freuen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

27.10.2014

Webcode

schwyzkultur.ch/qiFKty