Suworow mit seiner Armee auf dem Alpen-Feldzug: Historische Bilder werden lebendig, Generalissimus Alexander Suworow tritt auf.
Suworow mit seiner Armee auf dem Alpen-Feldzug: Historische Bilder werden lebendig, Generalissimus Alexander Suworow tritt auf.

Bühne

Suworow wird Theaterspieler

Es hätte auch eine Idee aus dem Muotatal sein können: ein Theaterstück über Suworow. Ab dem 2. Juli wird diese Inszenierung in Andermatt zu sehen sein, geplant sind 25 Aufführungen am Original-Schauplatz.

Dass historische Ereignisse, literarische oder Figuren aus der Geschichte die Thematik liefern für Inszenierungen auf der Bühne, ist alles andere als neu. Wer derartige Ideen zuerst umsetzt, der kann auch den Erfolg einfahren. Beispiele gibt es in Serie: das Heidi-Musical in Walenstadt, Klassiker Tell auf dem Rütli, in Altdorf oder Interlaken, dieses Jahr Dällenbach Kari in Thun und eben nun Suworow inAndermatt.

Dialektstück von Heinz Stalder

Das Stück spielt im Jahre 1799, als Suworow im Herbst mit seiner Armee durch Uri, über die Pässe und durchs Muotatal gezogen ist. Die Dramatik und Tragik dieses Feldzugs, die Leiden der einheimischen Bevölkerung, deren Überlebenswillen und auch die Kuriosität, wenn Urschner oder Muotathaler Lebensweise mit russischer Mentalität zusammentrafen, das ist Stoff erster Qualität für einen Autor. Den Text verfasst hat Heinz Stalder. Er lebt heute in Kriens und London, hat Kunstpreise der Stadt Luzern und der Gemeinde Kriens im Regal stehen, den Basler Hörspielpreis und den Welti- Preis für das Drama.

Mehr als 200 Personen

Seit dem letzten Herbst wird in Andermatt geprobt. Auf der Bühne werden 25 Sprechrollen und rund 150 Komparsen agieren. Gesamthaft sind mehr als 200 Personen engagiert. Das Freilichtspiel wird bei der Kaserne Andermatt gespielt, mit der alten Kapelle und der ganzen Landschaft als Kulisse. Gespielt wird quasi an Originalschauplätzen, wo Suworows Soldaten vorbeigezogen sind und nur einen Steinwurf weit weg, in der Schöllenen, dramatische Kämpfe bestanden und den Tod erlitten haben. Realisiert wird das Theatererlebnis durch das «kultur forum andermatt gotthard », das ein OK unter dem Präsidium von Christoph Gähwiler eingesetzt hat. Regie führt Reto Ambauen. Das Ensemble wird weitgehend von Einheimischen gestellt, die entsprechende Erfahrung und Theaterblut mitbringen. Die Urner und Urschner haben von 1999 bis 2005 viermal mit grossem Erfolg in Andermatt «D’Gotthardposcht» aufgeführt,2007 ebenso erfolgreich «D’Gotthardbahn » in Göschenen.

25 Aufführunegn geplant

Gespielt wird im kommenden Sommer gesamthaft 25 Mal. Die Premiere ist am 2. Juli, die Derniere am 21. August. Gespielt wird bei jedem Wetter.

Infos:

www.theater-suworow.ch

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

24.03.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/K6fnWW