Eine Szene aus dem diesjährigen Stück «Dr Tobelwald». Patrizia Imhof (Zweite von rechts) ist die einzige neue Darstellerin dieses Jahr. Bilder Laura Inderbitzin
Eine Szene aus dem diesjährigen Stück «Dr Tobelwald». Patrizia Imhof (Zweite von rechts) ist die einzige neue Darstellerin dieses Jahr. Bilder Laura Inderbitzin
Rösli Gygax, ihre Tochter Grithli und der Knecht Geni schwören im dritten Akt auf eine gute Zusammenarbeit.
Rösli Gygax, ihre Tochter Grithli und der Knecht Geni schwören im dritten Akt auf eine gute Zusammenarbeit.

Bühne

Von Quartier im Thal inspiriert

In knapp drei Wochen startet das Theater in Muotathal. Die Idee zum Stück «Dr Tobelwald» kommt vom Regisseur. Es ist eine neue Spielerin mit dabei.

Die Proben seien gut angelaufen. «Es gibt nur noch zwei oder drei Baustellen, an denen wir arbeiten müssen», sagt Regisseur Daniel Heinzer. Ab dem nächsten Montag wird das ganze Stück jeweils drei Mal in der Woche durchgespielt. «Die Premiere soll dann einfach eine spezielle Probe sein», schmunzelt Theo Pfyl, Präsident der Theatervereinigung Muotathal. Die Idee zu «Dr Tobelwald» stammt von Heinzer. Er habe bereits letztes Jahr Bücher gelesen und sich nach einem neuen Stück umgesehen. Inspiration fand er auch am Stammtisch oder in der Landschaft des Muotatals. So sei der «Tobelwald» inspiriert vom Wehriwald. Der Wehriwald ist heute ein Wohnquartier in Muotathal, doch früher befand sich dort – wie der Name sagt – ein Wald.

Der neuen Darstellerin gefällts

«Zuerst habe ich das Stück selber schreiben wollen. Aber ich habe gemerkt, dass es enorm viel Stoff dafür braucht», erzählt Heinzer. Deshalb habe er sich mit Lukas Bühler in Verbindung gesetzt. Die Stücke 2011 und 2013 stammten auch schon aus seiner Feder. Die beiden haben den Vierakter zusammen geschrieben. «Wir haben uns gegenseitig kritisiert und viele Versionen ausgetauscht.» Es sei ein Stück zustande gekommen, mit dem sie zufrieden seien. Ein Journalist von Radio Central fragte, ob viele Bewerbungen für eine Rolle eingehen würden. Der Präsident und der Regisseur mussten über diese Frage lachen. Pfyl scherzte, dass er schnell den Ordner dafür holen würde. «Nein, Muotathaler sind nicht so. Hier drängt sich niemand auf», sagt Heinzer. Letztes Jahr gab es sieben neue Darsteller, dieses Jahr bloss eine: Patrizia Imhof spielt Grithli Gygax. «Es gefällt mir immer besser», sagt sie. Das läge daran, dass jetzt das Bühnenbild stehe und sie in den Kostümen probten. «Jetzt stimmt auch das ganze Drumherum.» Zu Hause könne sie die Texte meistens, aber auf der Bühne sei es ganz etwas anderes. «Auf der Bühne muss man noch darauf achten, wo man steht, wohin man schaut und wie man spricht», erklärt Imhof. Bisjetzt würde sie nächstes Jahr noch einmal mitspielen. «Aber ich habe ja auch noch nicht vor 300 Leuten gespielt. Vielleicht ändert sich meine Meinung noch», meint sie lachend.

Förster gegen Bauern

Der Tobelwald liegt zwischen den beiden Höfen der Bauern Tanner und Herger. Die beiden wollen den Wald roden, um mehr Weideland zu gewinnen. Der Förster ist aber dagegen, weil der Tobelbach dann über die Ufer treten und Unheil anrichten könnte. Ein neuer Förster gibt den Bauern Hoffnung. Aber auch der Anwalt Baumann aus der Stadt hat noch ein Wörtchen mitzureden. Für die lustigen Szenen des Stücks sorgen die Witwe Gygax, ihre ledige Tochter Grithli und der faule Knecht Geni. HINWEIS Vorverkaufsstart: 17. Oktober. Nur telefonischer Vorverkauf. Infos unter www.theater-muotathal.ch

Vorverkaufsstart

17. Oktober 2015 nur telefonischer Vorverkauf

Infos

www.theater-muotathal.ch

Bote der Urschweiz (Laura Inderbitzin)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

07.10.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/38tr4P