Angestrengt: Beim Chlefälä ist absolute Konzentration gefragt. Bild Philipp Betschart
Angestrengt: Beim Chlefälä ist absolute Konzentration gefragt. Bild Philipp Betschart

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Chlefälä: «Grigel» in Muotathal

Am Samstag «rigelten» die Chlefäli am Priis-Chlefälä in Muotathal. In der Aula des Bezirksschulhauses Stumpenmatt zeigte der Nachwuchs das Brauchtum mit Leidenschaft und Begeisterung. Organisiert wurde die Veranstaltung durch den Verein zur Förderung der Musikschule Muotathal-Illgau.

Der althergebrachte Brauch des Chlefälä zeigt sich im weit herum hörbaren Klappern während der Fastenzeit, wenn die Schüler in der Freizeit oder auf dem Schulweg das «Riglen» perfektionieren. Die Herkunft ist nicht vollends geklärt – die Wurzeln des Chlefälä liegen irgendwo in der Zeit vor 1850 und sind im Muotatal stark verankert. In den letzten Jahren erfreute sich das Chlefälä zunehmender Beliebtheit. So erstaunt es auch nicht, dass über 100 Zuhörer, seien es Eltern oder junge Zuhörer gespannt den Vorträgen lauschten. Unter der fachkundigen Beurteilung ehemaliger Gewinner des Priis-Chlefälä, zeigten die Buben und Mädchen, was sie in den letzten Wochen mit grossem Eifer einstudiert hatten. Bewertet wurden dabei mehrere Kriterien, welche einen guten Chlefäler ausmachen. Dazu gehören der Beginn, die gemachten Pausen, ein guter Stand, das rhythmische Zusammenspiel und natürlich die Technik sowie der Gesamteindruck, welcher hinterlassen wird. Organisiert wurde die Veranstaltung durch den Verein zur Förderung der Musikschule Muotathal-Illgau.

Mädchen gut vertreten

Insgesamt nahmen 27 Einzelchlefäler und -chlefälerinnen sowie elf Gruppen zwischen zwei und vier Mitgliedern in dreiAlterskategorien amWettbewerb teil. Dabei sind die Mädchen in der deutlichen Überzahl. Bei den Jüngsten, den 2.- und 3.-Klässlern, siegte Sarina Lüönd im Einzel- undbeim Gruppenwettkampf. In der Kategorie der 4. und 5. Klasse setzte sich Alina Gwerder knapp vor Lisa Schelbert durch, während das Trio Hölzlitakt bei den Gruppen gewann. In der Kategorie 6. Klasse und älter gelang Jan Schuler mit einer hervorragenden Leistung der Sieg; die Gruppe Namenlos sicherte sich hier den ersten Platz.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

11.04.2011

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schwyzkultur.ch/7jSys2