«Wir orientieren uns sehr am Original aus den 70er-Jahren»: Der Muotathaler Sänger Kilian Fleischli kommt mit seiner Tributeband Shades of Purple nach Seewen. (Bild Deepness)
«Wir orientieren uns sehr am Original aus den 70er-Jahren»: Der Muotathaler Sänger Kilian Fleischli kommt mit seiner Tributeband Shades of Purple nach Seewen. (Bild Deepness)

Musik

Deep Purple aus dem Muotathal

Am 15. Oktober kann man die Deep Purple Tributeband Shades of Purple des Muotathaler Sängers Kilian Fleischli endlich live in der Region erleben. Wir trafen den grossen Deep-Purple-Fan vor dem Konzert im Gleis 2 in Seewen.

Mit Kilian Fleischli sprach Roger Bürgler

Nach der Carlos-Santana-Coverband Zebop bist du jetzt in einer Band, die sich voll und ganz Deep Purple annimmt. Wieso dieser Hang zu Tributebands?

20 Jahre eigene Songs mit TNS sind genug. Zudem gibt es genügend gute Songs. Nein, es ist kein Hang zu Tributebands. Zebop war ein Jugendtraum des Gersauer Gitarristen Sändel Manea, und Shades of Purple ist nun meine Traumverwirklichung.

Ihr seid erfahrene Musiker und huldigt einer Band, die vor allem in den 70er und 80er-Jahren Erfolg hatte. Ist Deep Purple inzwischen nicht etwas verstaubt?

Das ist wie mit der Mode. Der Mini kommt auch immer wieder. Und doch wird er auch getragen, wenn er nicht gerade in Mode ist. Wir sind alle etwa im gleichen Alter und lieben die alten Purple. Es macht Spass, das Zeug zu spielen, und dies nicht zu leise. So gegen den Herbst des Lebens sucht man halt wieder seine Wurzeln. (lacht)

Was würden die Ur-Purples Ian Gillan, Ritchie Blackmore oder John Lord, die alle nicht mehr in der Band sind, sagen, wenn sie euch live sähen?

Wie wir früher!

Am 11. Dezember spielen Deep Purple in Huttwil. Gehst du auch schauen?

Ich glaube nicht. Am besten gefiel mir Deep Purple so um 1974 mit David Coverdale, Glen Huges, Ritchie Blackmore und John Lord. Wenn jetzt Lord und Blackmore auch noch weg sind, verliert der Sound seinen von ihnen verliehenen Charakter. Es fehlt am Eigensinn eines Blackmores, der Brillanz von Lord und dem etwas Chaotischen von Coverdale und Huges.

Für Shades of Purple ist das Jahr 2010 schon ziemlich bewegt verlaufen. Eine eigene CD und einen erfolgreichen Auftritt am «Best of Monsters» im Z7 in Pratteln.

Es läuft gut. Ja, das Jahr 2010 ist das erste Jahr, das wir seit der Gründung 2008 ohne lange Zwangspausen durchziehen können. So haben wir uns Anfang Jahr entschieden, eine CD zu produzieren, um der steigenden Nachfrage der Konzertbesucher gerecht zuwerden. Diese sehr gelungene Produktion mit dem Namen «Under My Skin» haben wir an einem Wochenende in unserem Proberaum aufgenommen. Sie ist ausschliesslich an unseren Konzerten erhältlich und in einigen wenigen ausgesuchten Shops wie zum Beispiel Guitar Store Manea in Ibach. Der Gig im Z7 war dann wie ein Traum für uns. Dieser grosse Rockclub geniesst über die Grenzen hinaus einen exzellenten Ruf.

Welche Songs gehören zu den Favoriten, und welche interpretierst du am liebsten?

Am besten gefällt mir das Live-Album «Live in London» von 1974.Von den Songs favorisiere ich «Soldier of Fortune » vom Stormbringer-Album, «Mistreated» und «Burn», beide vom Album «Burn» sowie «This Time Around» vom Album «Come Taste the Band». Alle diese Songs wurden 1974/75 aufgenommen, und sie sind voller Energie und Gefühl. So richtig Deep Purple halt.

Am 15. Oktober ist Shades of Purple mit dir als Sänger erstmals in der Gegend zu erleben. Was darf das Publikum im Gleis 2 in Seewen erwarten?

Wir freuen uns sehr auf das Konzert im Gleis 2 in Seewen und bedanken uns gleich bei Chrigel für das Engagement. Ich wurde in meinem Bekanntenkreis schon oft darauf angesprochen, wann wir es endlich mal nach Innerschwyz schaffen. Jetzt erwarte ich natürlich schon einige Hundertschaften an Zuschauern, damit ich mich vor meinen Band-Kollegen nicht blamieren muss. Wir garantieren auf alle Fälle ein energiegeladenes Konzert, das nicht nur Deep-Purple-Fans begeistern wird.



Weitere Infos

www.shadesofpurple.ch

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

07.10.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/LPqhjA