Weltpremiere: Der «Blüämberg-Ländler» mit den Solisten Karl Suter und Pirmin Suter (im Vordergrund).
Weltpremiere: Der «Blüämberg-Ländler» mit den Solisten Karl Suter und Pirmin Suter (im Vordergrund).
Stolz: Der Musikverein sowie der Fahnengötti und die Fahnengotte mit der neu geweihten Fahne. Bilder Philipp Betschart
Stolz: Der Musikverein sowie der Fahnengötti und die Fahnengotte mit der neu geweihten Fahne. Bilder Philipp Betschart

Musik

Einzigartiger Tag für Musikverein

Am vergangenen Samstag weihte der Musikverein Muotathal seine neue Fahne in der Pfarrkirche. Anschliessend fand der grosse Musigabend statt.

Die Weihe einer neuen Fahne ist für jeden Verein ein besonderes Ereignis. Nach dreiunddreissig Lenzen konnte der Musikverein Muotathal wieder ein solches feiern. Zu diesem ausserordentlichen Anlass luden die Muotathaler bereits am Nachmittag alle Ehrengäste, Delegationen und die diversen Gastvereine zum Apéro in die Mehrzweckhalle Stumpenmatt. Festlich eingestimmt wurden die Besucher dabei durch die Feldmusik Illgau. Darauf begab man sich zum feierlichen Einzug in die Muotathaler Pfarrkirche. Zum würdigen Rahmen des feierlichen Gottesdienstes trug die Musikgesellschaft Morschach unter der Ägide von Erich Zwyer bei. Pater Edwin Gwerder (z Sunnäheims) schnitt in seinenWorten die bewegte Geschichte der altehrwürdigen Fahne an, welche Unzähliges erlebt habe – leidvolle und viele heitere Stunden.

Treue Fahnenpaten

Nachdem das Fahnenpatenpaar Annelies und Adolf Schelbert-Fleischli die neue Fahne entrollt hatte, segnete Pater Gwerder diese und die Mitglieder des Musikvereins Muotathal. Götti und Gotte sind demVerein seit Langem treu verbunden; Adolf als 54-jähriges Aktivmitglied und Annelies als «grösster Fan», wie es PräsidentinAndrea Steiner ausdrückte. Sämtliche Fahnendelegationen entboten der neuen Fahne anschliessend ihren Gruss, bevor diese erstmals die Kirche ins Sonnenlicht hinaus verliess. Rassig startete der Musikverein Muotathal nach dem feinen Festbankett in das Unterhaltungsprogramm. Unter der Leitung von Dirigent Ivan Vidmar intonierte man den «Brünigindoor- Marsch» von Emil Wallimann. Bereits das zweite Stück bot dann eine Weltpremiere; erstmals wurde der «Blüämberg-Ländler» von Kari Suter (ds Länzä Kari) vorgetragen, wobei dieser zusammen mit Pirmin Suter auch gleich die Soli übernahm. Überraschend beswingt bekamen die Zuhörerinnen und Zuhörer die Tell-Ouvertüre von Rossini gespielt, ehe es zu den Ehrungen ging. Sepp Schmidig bedankte sich bei Fahnenpate und -patin, die unter Applaus und mit vielen kleinen Fähnlein auf die Bühne geholt wurden. Die erste Zugabe galt denn auch der Patin, der Musikverein spielte die bekannte Polka Anneliese.

Freunde aus dem Allgäu

Seit Jahren verbindet den Musikverein Muotathal eine Freundschaft mit der Musikkapelle Wuchzenhofen aus Deutschland. Die zur Fahnenweihe angereisten Baden-Württemberger unter der Leitung von Dirigent Jürgen Weh spielten ein wahrhaft wuchtiges Unterhaltungskonzert. Das Volumen, welches die Mehrzweckhalle Stumpenmatt erfüllte, war beeindruckend. Zum Ausklang des abwechslungsreichen Abends unterhielt das Handorgelduo Franz Schmidig und Robert Suter die zahlreichen Gäste aus nah und fern.

Zeitgemässe, neue Fahne

Alle Vereinsmitglieder konnten bei der Gestaltung der frischen Fahne ihre Kreativität walten lassen. Sämtliche eingeflossenen Ideen führten zum schlussendlich sehenswerten Resultat. Als Grund der neuen Fahne dient das Muotathaler Wappen mit dynamisch geschwungenem Notenschlüssel im Zentrum. Aus diesem ragen zwei stilisierte Hörner nach beiden Seiten – der Vereinsname ist links seitlich platziert.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

13.05.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/kSRMQH