Die Fans feierten ihre Musik: Gute Stimmung während dem Auftritt der Band «Dying Fetus». Bilder Tobias von Rickenbach
Die Fans feierten ihre Musik: Gute Stimmung während dem Auftritt der Band «Dying Fetus». Bilder Tobias von Rickenbach
Ausgelassene Stimmung: Headbangen bis zum Schwindelanfall.
Ausgelassene Stimmung: Headbangen bis zum Schwindelanfall.

Musik

Metal-Mekka lockte 3300 Fans an

Das Festival «Mountains of Death» in Muotathal legte einen neuen Besucherrekord hin. Insgesamt 3300 Death-Metal-Fans wurden von Donnerstag bis Samstag gezählt. Nationale und internationale Bands sorgten für brachiale Stimmung.

Es herrscht eine Hitze wie in der Hölle. Das Hölloch liegt auch nicht weit entfernt, und rings um das Gelände sieht man nur Felswände. Idealere Bedingungen für ein Death-Metal-Festival kann man sich nicht vorstellen. Der Vorverkauf für das «Mountains of Death» lief mit etwa 900 verkauften Eintritten gut, und so ist das Gelände in der Balm im Muotatal reich an Metal-Menschen.

Barbarische Bandbezeichnungen

Trotz der Internationalität des Open Airs trifft man immer wieder auf bekannte Gesichter aus der Region. Ebenfalls heiss sind die angereisten 34 Bands der Extraklasse aus dem Death- und Brutal-Metal, die von Donnerstag bis Samstag spielen. Die Bands tragen barbarische Bezeichnungen wie «Black Dahlia Murder», «Dying Fetus», «Necrophagist » (eine der technisch versiertesten Gruppen in diesem Bereich) oder «Suffocation» (sollten bereits 2005 spielen). Diese Fakten führen wiederum dazu, dass die frenetischen Fans heiss sind und am 10-Jahr-Jubiläum des Festivals die Sau rauslassen. Zur Stärkung gibt es später das legendäre Brotsandwich (eine Scheibe Brot, von zwei Stücken Fleisch umgeben).

AuchDJ legte tödliche Töneauf

An der Bar sind nicht nur die ausgeschenkten Alkoholmengen fast toxisch, sondern auch der DJ legt tödliche Töne auf. Tödlich für nicht geschützte Trommelfelle jedenfalls. Trotz alledem ist die Stimmung fröhlich und ausgelassen, weder Security noch Sanitäter haben gross etwas zu tun. Und auch die bösen Brutal-Bands, die auf der Bühne ein Metal-Massaker veranstalten und schon mal grunzende Geräusche aus der Düsternis herauslassen, sind nach dem Konzert gerne bereit für Fotos, Feiern und Gerstensaft. Für ein paar Tage ist das Muotatal das Mekka des Death Metal weltweit.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

23.08.2010

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schwyzkultur.ch/ftm6xX