Erfahrung: Akkordeon-Legende Dolfi Rogenmoser (links) spielte mit Fridel Herger (Mitte) in Begleitung von Geri Kühne, Klavier, und Ruedi Zurfluh, Bass, in der Husky Lodge. Bilder Christoph Jud
Erfahrung: Akkordeon-Legende Dolfi Rogenmoser (links) spielte mit Fridel Herger (Mitte) in Begleitung von Geri Kühne, Klavier, und Ruedi Zurfluh, Bass, in der Husky Lodge. Bilder Christoph Jud

Musik

Muotathal pflegt seine Ländlermusik

Der 6. Muotitaler Ländlersunntig war ein Publikumserfolg. Die Gäste kamen in den Genuss von 12 Ländler- und Jodelformationen in fünf Gasthäusern.

Gestern besuchten rund 500 Personen den beliebten Volksmusikanlass, der alljährlich vom Verein Giigäbank organisiert wird, der sich zur Förderung der Volkskultur in Muotathal/Illgau einsetzt. Nebst der Organisation des Ländlersunntigs sammelt er auch volksmusikalische Werke und gibt diese teilweise als Notenhefte heraus. Die Sitzplätze in den fünf Gastbetrieben waren für den Ländlersunntig schon früh ausgebucht, erklärten Daniel Heinzer und Peter Betschart, Präsident respektive Vorstandsmitglied Giigäbank, dem «Boten». Am Ländlersunntig dürfen ausschliesslich in Muotathal oder Illgau wohnhafte Musikanten oder Auswärtige mit Muotathaler Wurzeln aufspielen. Dies muss jedoch nicht auf alle Mitglieder einer Formation zutreffen. Gewünscht wird von den Musikern auch, dass sie hauptsächlich Muotathaler Tänze – also von Muotathaler Komponisten geschriebene Werke – vortragen.

Zum Teil instrumentale Raritäten

In den fünf Gaststätten Alpenblick, Alpenrösli, Fluhhof, Hirschen und Husky Lodge traten je zwei Formationen auf. Damit die Musiker sich eine Pause gönnen konnten, waren zwei Formationen ständig von einem zum andern Lokal unterwegs. So kamen die Besucher auch in den Genuss einer Rarität: Stefan Suter und Erich Bürgler spielten auf über 100-jährigen Stöpselbass-Örgeli. Diese haben einen besonderen Klang, denn ihr Bass «knurrt», da diese Instrumente komplett diatonisch sind, also auch der Bass spielt beim Ziehen und Stossen einen anderen Ton.

Bote der Urschweiz / Christoph Jud

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

30.12.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/WAuB77