On Tour: Die Muotathaler Band Polution zusammen mit den Musikern von «Shakra» und der Crew vor dem Nightliner.
On Tour: Die Muotathaler Band Polution zusammen mit den Musikern von «Shakra» und der Crew vor dem Nightliner.

Musik

Polution: «Einblick ins wirkliche Musikerleben»

Die Muotathaler Hardrockband Polution war im vergangenen Jahr mit der bekannten Schweizer Band Shakra auf Tour – in Deutschland, Holland, Belgien und Italien. Die Musiker erzählen im Interview vom Touralltag, vom Leben im Nightliner und von nachreisenden Fans.

Mit «Polution» sprach Nicole Stössel

Ihr habt ein bewegtes Jahr hinter euch. Was lief alles?

«Ja, das Jahr 2009 lief wirklich super für ‹Polution›. Nach den ersten zwei, drei Konzerten in der Zentralschweiz gings im April schon auf die Tour durch Europa (Holland, Belgien, Deutschland, Italien), wo wir als Vorband für die Hardrockband Shakra unterwegs waren. Das war eine sehr lehrreiche, schöne und vor allem lustige Zeit. Ein weiteres Highlight war natürlich auch unsere erste Headliner- Show im Ausland, wo wir an einem kleinen Open Air in Tschechien spielen konnten. Das war auch das erste Mal, dass wir mit dem Flieger an ein Konzert gingen. Auch die weiteren Konzerte in der Schweiz waren überall tipptopp von der Stimmung und den Leuten her.»

Was blieb euch besonders in Erinnerung?

Grinsend: «DerAusgang in Hamburg! Nein, im Ernst, das ist relativ schwer zu sagen. Aber ein wirkliches Erlebnis war am Open Air in Tschechien eine Gruppe von jungen Frauen, die vor der Bühne herumsprangen, tanzten und dabei alle unsere Songs auswendig mitsangen. Das hat uns schon mächtig beeindruckt.»

Erzählt mal aus dem Nähkästchen. Wie war es, mit «Shakra» unterwegs zu sein?

«Die Tour mit «Shakra» gab uns einmal den Einblick ins wirkliche Musikerleben. Die Jungs von «Shakra» haben ja schon mehrere Tourneen hinter sich – und das merkt man. Wir konnten einiges dabei lernen. Das Besondere am Tourleben ist, dass sich der ganze Tagesrhythmus um ein paar Stunden verschiebt. Zwischen 10.00 und 12.00 steht man auf, dann geht man in die Clubs, stellt die Anlage auf, macht den Soundcheck, wartet mehrere Stunden, spielt, räumt auf, trinkt und geht dann um 04.00 ins Bett. Und dies jeden Tag! Aber man könnte sich daran gewöhnen!»

Wie sind die Jungs von «Shakra»?

«Die Jungs von ‹Shakra› sind wirklich sehr nette Kerle und den ganzen Tag gut gelaunt. Musikalisch sind die Jungs wirklich gut, geradelinig und sehr diszipliniert. Besonders ihr Drummer ‹Röschu› ist eine Stimmungskanone sondergleichen.»

Konnten die Mitglieder von «Shakra» euch auch Tipps geben?

«Ja, wir haben wirklich einiges von ihnen lernen können – gerade was das Live-Spielen betrifft. Wir bekamen einige Tipps, was das ‹Gesamtbild› professioneller erscheinen lässt. Auch vom Tour-Mischer ‹Schanggi›, der schon Jahrzehnte im Musikbusiness tätig ist, bekamen wir viele Ratschläge. Auch was das Equipment angeht, weiss man nach einer Tour besser, was wirklich gut und tourtauglich ist oder eben nicht.»

Habt ihr heute noch regelmässigen Kontakt zu «Shakra» und der Crew?

«Ja, vor allem über Facebook erreicht man die Jungs am ehesten, wo man sich ab und zu mal wieder über dies und das unterhält.»

Habt ihr auf der Tour etwas ganz Spezielles erlebt?

«Als wir in Hamburg – da spielten wir am Hafen gleich gegenüber dem Fischmarkt – wieder mal die Zeit totschlugen und vor unserem Tourbus noch ein Bierchen tranken, kamen auf einmal drei Mädels aus dem Muotatal gelaufen, die extra nach Hamburg geflogen waren, uns natürlich voll überraschten und dann noch mit uns feierten. Das war schon cool. Das Gleiche passierte uns dann auch in Ingolstadt, als eine Gruppe von zirka zehn Leuten von Muotathal und Illgau am Konzert erschienen.»

Wie kann man sich das Leben in einem Nightliner vorstellen?

«Mit 16 Leuten plus einem Chauffeur ist es relativ eng in einem Nightliner. Obwohl ‹unser› Nightliner eine Sonderanfertigung ist, was die Grösse betrifft, und von der Ausstattung her den puren Luxus darstellt, muss man immer noch bedenken, dass man da mehrere Wochen drin fährt, isst, schläft, duscht und noch andere Sachen verrichtet. Dennoch war es wirklich gut auszuhalten und ein tolles Erlebnis. Gerade wenn man bedenkt, dass ‹Shakra› schon mal über einen Monat auf Tour waren und nicht mal eine Toilette im Bus hatten.»

Konntet ihr neue Fans gewinnen, die euch nun treu bleiben?

«Ja, ganz bestimmt. Da wir ja als Vorband unterwegs waren und uns sozusagen niemand kannte, konnten wir relativ unbelastet an unsere Gigs rangeh

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

24.02.2010

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schwyzkultur.ch/YTZx96