Dreadful mit Jonas Marty, Theo Schmidig, Andy Schelbert, Dario Gwerder und Marcel Gwerder. Mit der App «Plus Bote» ist das Video zur neuen Single «Hangover Day» zu sehen. Bild: Anthony Brown
Dreadful mit Jonas Marty, Theo Schmidig, Andy Schelbert, Dario Gwerder und Marcel Gwerder. Mit der App «Plus Bote» ist das Video zur neuen Single «Hangover Day» zu sehen. Bild: Anthony Brown

Musik

Seit 10 Jahren roh und ehrlich unterwegs

Die Muotathaler Band Dreadful zeigt mit «A Damn Good Ride», wie sehr ihr die Treue zur Beständigkeit wichtig ist. Es muss nichts neu erfunden werden, Rock 'n' Roll ist die Quelle ihres Seins. Authentizität ist für die Musiker alles.

und ihren Stil lebt, das ist die Muotathaler Rockband Dreadful. Seit 10 Jahren tüfteln sie an neuen Songs, im altbewährten Rock-'n'-Roll- Gewand. AC/DC, ZZ-Top, Chuck Berry: Diese Namen sind und bleiben ihre Vorbilder. Im Proberaum in einem Gaden in Muotathal werden Stunden verbracht. An der Bar wird zum gemeinsamen Bier diskutiert, an den Instrumenten werden mit viel Leidenschaft die Songideen umgesetzt und weiterentwickelt. «Wir befinden uns seit 10 Jahren auf einem sehr guten Ritt», sagt die Band – «A Damn Good Ride». Vor einem Jahr ist man ins Studio von Deezl Imhof nach Obernau gefahren, um dort in einzelnen Etappen das neue Album aufzunehmen.


Gute Stimmung, aber auch anprangernde Texte


Der Sound von Dreadful lässt von der ersten Sekunde an kein Bein ruhig stehen, treibende Beats, Gitarren, die einfach nur Freude bereiten. Die Genickstarre nach einem Konzert der Band am nächsten Tag ist so gut wie garantiert. So fröhlich und unterhaltend die Songs klingen, Dreadful schreiben auch nachdenklichere Texte, meist halt mit einem Augenzwinkern versehen: «Upper Class Supersucker» ist ein Seitenhieb an die Engstirnigkeit, «Three bugs gone» macht sich Gedanken über die Influencer-Ära, und «Like an arrow» bringt schlicht gute Stimmung auf. «I’m getting high on Rock n Roll!» singt Andy Schelbert im Chor mit seiner Band. Auch «High Five» zielt in diese Richtung. Der Song widerspiegelt das zehnjährige Beisammensein und die guten Zeiten der Band. «Gamblers Blues» macht einfach nur Spass, egal, ob der Spieler nun gewinnt oder verliert. Der Hörer gewinnt auf jeden Fall – «Roll the dice!». Ein Highlight ist unter anderem auch der schleppend-bluesige Song «Please Stop Raping My Mind», der mit einer wunderbar verletzten und anprangernden Stimme daherkommt. Dreadful haben 500 CDs und 100 Platten machen lassen. Natürlich kann man das Album auch digital kaufen. Eine CD in den Händen zu halten, lohnt sich aber nur schon wegen des Plattencovers. Christian Grüter hat ein zur Band passendes Cover mitsamt Muotathaler Bergwelt und Oldtimer entworfen. An der CD-Taufe vom 13. April sind die CDs und Platten erstmals erhältlich. Dreadful übernahmen die Organisation des Abends gleich selber. In der Balm wird eine grosse Holzhütte aufgestellt. Einlass ist um 19 Uhr, die Vorband MGM (mit Philipp Gerber) tritt um 20 Uhr auf. Das Konzert von Dreadful ist auf 22 Uhr angesetzt. Ausserhalb der Holzhütte wird ein Gelände mit Bierschenken und Essständen errichtet. Die CD «A Damn Good Ride» erscheint auf Monobuster Records und ist unter anderem auf monobuster.com und im Guitarstore Manea in Ibach erhältlich.


Bote der Urschweiz / Nicole Auf der Maur

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

10.04.2019

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schwyzkultur.ch/K7jEC5