«Für mich hat sich ein Kreis geschlossen.» Vera Kaa Sängerin mit Muotataler Ahnen. Bild pd
«Für mich hat sich ein Kreis geschlossen.» Vera Kaa Sängerin mit Muotataler Ahnen. Bild pd
Das neue Album «Längi Zit» von Vera Kaa ist erschienen. Es ist ein dichtes und tiefsinniges Album. Bild pd
Das neue Album «Längi Zit» von Vera Kaa ist erschienen. Es ist ein dichtes und tiefsinniges Album. Bild pd

Musik

Vera Kaa juuzt im Bisisthal

Das zwölfte Album der Luzerner Sängerin ist ihren musikalischen Wurzeln im Muotatal gewidmet.

Vera Kaa, die Sängerin mit der rauhen Bluesstimme, entsinnt sich ihrer Muotataler Wurzeln. Heute erscheint ihr neues Album «Längi Zit». Es ist ein dichtes und tiefsinniges Album. Es geht ums Loslassen, ums Verlassenwerden, aber auch um das Heimkommen und ums In-sich-Ruhen. Vera Kaas Ahnen stammen aus dem Muotatal. Dort im Bisisthal hat sie das Video zum Album gedreht. Im Muotatal fand die 59-Jährige die Inspiration für ihr neues Werk. Sie hat für das Album nach eigenen Aussagen tief in ihren Wurzeln gegraben. Alpenklänge hätten sie schon als Kind im Schoss ihrer Familie fasziniert, erklärt Vera Kaa. Das neue Album sieht sie denn auch als eine Hommage an ihren Urgrossonkel Anton Langenegger, genannt Egg Basch. Querstehend und hartgrindig sei er seinen Weg gegegangen. Egg-Basch (1872–1938) war ein Pionier in Sachen Schwyzerörgeli im Muotatal, er stammte von der Egg im hinteren Sonnenhalb und brachte damals das erste Schwyzerörgeli ins Muotatal. Vera Kaas Grossmutter wuchs in seinem Haushalt auf. Sie habe Vera Kaa die Liebe zur Musik mit dem Kinderbrei eingelöffelt. «Als kleines Kind bin ich oft mit ihr in dieser Stube gesessen, wo zusammen gegessen, gesungen und musiziert wurde», erklärt Vera Kaa. Von ihren Muotataler Vorfahren hat sie das musikalische Talent geerbt. Die bluesigen, tiefen Jodel auf dem Album singt Vera Kaa, daneben singt in den höheren Lagen Susan Orus. Der Betruf auf dem Album stammt von Hans Rohrer aus Sachseln.


Dankbarkeit den Ahnen gegenüber


Die Sängerin sagt zur Entstehung ihres zwölften Albums: «Als wir das Albumcover im hintersten Ecken des Bisistals produzierten, wurde für mich ein Kreis geschlossen. Ein Kreis der immensen Dankbarkeit meinen Ahnen und diesem Tal gegenüber.» Im Muotatal liegt der Grundstein für «Längi Zit». Vera Kaa fasst es so zusammen: «Ein grosser Juuz, Wolkenbilder, Freude und eben auch ‹Längi Zit› nach den Menschen, die mich mit liebenden Herzen begleitet haben und gegangen sind.» Vera Kaa bezeichnet «Längi Zit» als Meilenstein in ihrer musikalischen Entwicklung. Entstanden ist ein Album ohne Hektik, eins zum Verweilen, mit wunderbaren Klangbildern und Melancholie, mit Volksliedern wie «Anneli» oder «Gang rüef de Brune». Eingespielt hat Kaa das Album nach einer längeren Schaffenspause mit ihrem Urteam, mit Greg Galli am Piano, Pete Borel, Gitarre, Felix Zindel, Cajon, und Andreas Plattner, Cello.


Bote der Urschweiz / Silvia Camenzind

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

27.09.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/TGY3DE