Robert Suter (links) wurde aus dem Giigäbank- Vorstand verabschiedet. Willy Suter freut sich über das gelungene Notenheft mit 22 Eigenkompositionen. Bild Guido Bürgler
Robert Suter (links) wurde aus dem Giigäbank- Vorstand verabschiedet. Willy Suter freut sich über das gelungene Notenheft mit 22 Eigenkompositionen. Bild Guido Bürgler

Musik

Verein Giigäbank präsentiert Notenheft

Der Verein Giigäbank hat an seiner GV ein
neues Notenheft vorgestellt. Es umfasst 22 Kompositionen
von Willy Suter.

Mit Giigäbank ist das kleine Podium gemeint, auf welchem die Volksmusikanten seit Generationen zum Tanz aufspielen. Giigäbank nennt sich auch ein Verein, der in den Gemeinden Muotathal und Illgau das volkskulturelle Erbe erhalten will. Er digitalisiert und verschriftlicht zum Beispiel Musik ab Spulentonbändern, Langspielplatten oder Kassetten. Doch nebst dem Sammeln und Bewahren will der Verein lebendig erhalten, was noch lebendig ist. So werden Konzerte oder Workshops organisiert. Sehr bekannt ist inzwischen der Muotathaler Ländlersunntig, der jeweils am letzten Sonntag im Jahr stattfindet.

Heft mit Infos zum Komponisten

Die siebte Giigäbank-GV fand kürzlich im Restaurant Alpenblick statt. Rund 40 Mitglieder nahmen teil. Im Zentrum stand die Präsentation eines neuen Notenheftes, das der Verein soeben herausgegeben hat. Es umfasst 22 Kompositionen von Willy Suter (ds Stützlers). Der 78-Jährige ist in Muotathal aufgewachsen und lebt mit seiner Familie in Ibach. Suters Kompositionen umfassen nebst einfachen melodiösen Stücken auch anspruchsvolle Tänze. Nebst den gängigen Taktarten findet man drei Fox und eine Charleston- Komposition. Dies widerspiegelt die grosse Bandbreite in Willy Suters musikalischer Tätigkeit. Das neue Notenheft ist das fünfte, das der Verein Giigäbank herausgibt. Jolanda Schmidig schrieb die Noten in aufwendiger Arbeit, und Peter Betschart hat ein interessantes Porträt über den Komponisten beigesteuert. Die GV-Musik – bestehend aus Vreni Hollenstein, Simon Lüthi und Hugo Suter – interpretierte einige Titel aus Willy-Suters- otenheft, was von den GV-Besuchern mit viel Applaus quittiert wurde.

Friedel Herger neu im Vorstand

Robert Suter, ein Mann der ersten Stunde im Verein Giigäbank, trat nach siebenjähriger Vorstandstätigkeit zurück. Er wurde mit Dank und einem Präsent verabschiedet. Als Nachfolger konnte Friedel Herger in den Vorstand gewählt werden. Ebenfalls gewürdigt wurde die Arbeit von Koni Schelbert,Muotathal, und Guido Bürgler, Illgau. Sie hatten letztes Jahr die Ländlermusikszene in ihrer Wohngemeinde ausführlich beschrieben. Dies taten sie im Auftrag der kantonalen Kulturkommission, welche kürzlich das über 200 Seiten umfassende Schwyzer Heft «Innerschwyzer Volksmusik» veröffentlicht hat. Die beiden Textverfasser wurden bei ihrer Arbeit vom Giigäbank-Vorstand und weiteren Volksmusikkennern mit Rat und Tat unterstützt.

Melktoni-Heinzer-Konzert in Illgau

Präsident Daniel Heinzer informierte über verschiedene Anlässe im neuen Vereinsjahr. Bereits über die Bühne ging am 2. April die CD-Vorstellung im Gedenken an Gabriel Betschart (1961– 2011). DerMuotathaler war ein äusserst virtuoser Akkordeonist und Komponist. Am Samstag, 22. Oktober, findet in der Mehrzweckhalle von Illgau das Gedenkkonzert «100 Jahre Melktoni Heinzer» statt. Die schönen Lieder und urchigen Tänzli von Melktoni Heinzer werden neu aufleben. Der Ländlersunntig fürs Jahr 2016 findet aus terminlichen Gründen erst am 1. Januar 2017 statt.

Infos



www.giigaebank.ch

Bote der Urschweiz (pd)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

01.06.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/QaE4U8