Volkskultur

Kulturverein «Giigäbank» wählte Vorstand

Der neue Muotathaler Kulturverein Giigäbank hat seinen Vorstand gewählt. Ziel des Vereins ist, das kulturelle Erbe von Muotathal und Illgau zu pflegen und dokumentieren.

«Giigäbank», das ist nach einem alten Ausdruck der Platz, wo die Musikanten bei einem Fest spielen. «Giigäbank» heisst auch der am Pfingstmontag gegründete Verein, der das kulturelle Erbe von Muotathal und Illgau pflegen und dokumentieren soll.

Franz Föhn, Walter Gwerder, die Illgauer Zither-Lehrerin Louise Betschart und viele andere haben das Vorhaben im Rahmen des Regio Plus-Projekts «Üses Muotital» ins Rollen gebracht. Daniel Heinzer, vom Muotathaler Theater her bekannt, wurde an der Gründungsversammlung von «Giigäbank» zum ersten Präsidenten des Vereins gewählt. Als weitere Mitglieder des Vorstandes wurden Louise Betschart, Franz Föhn, Jolanda Schmidig-Ruoss, Robert Suter und Walter Gwerder gewählt. Vertreter der Gemeinden sind Peter Betschart, Muotathal, und Konrad Bürgler, Illgau.

Alte Tänze wieder spielen

Der Verein beginnt keineswegs bei Null. Schon zweimal wurde der Muotathaler Ländlersunntig durchgeführt. Aufgrund von Tondokumenten hat man rund 150 Tänze und Lieder in Noten gefasst. Die- se Sammlung und Dokumentierung des kulturellen Erbes soll weitergeführt werden. «Zudem sollen Jungmusikanten in Workshops mit den alten Weisen vertraut gemacht werden», kündigte Tagespräsident Walter Gwerder an. Als Fernziel wird eine Art «Musikhütte» angestrebt, in der Instrumente, Notenmaterial, Fotos, akustische und visuelle Musikdokumente für die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dieses Haus der Volksmusik und seine mögliche Leitungsstruktur sind bereits in den neuen Vereinsstatuten erwähnt.

Der Dialekt soll markant bleiben

Auch der Muotathaler Dialekt liegt den Vereinsgründern am Herzen. Walter Gwerder regte an, in den Muotathaler Primarschulen wöchentlich eine Stunde Mundart zu unterrichten. Daneben stehen die Wiederbelebung der Moosfahrt und Werbung fürs Trachtentragen auf dem Programm.

Diskutiert wurde, ob der Vorstand oder die Generalversammlung über die Mitgliederaufnahme entscheiden solle. Präsident Daniel Heinzer überzeugte die Anwesenden mit einem noch einfacheren Vorschlag: «Wer den Mitgliederbeitrag bezahlt, soll Mitglied werden, gleichgültig, ob er schön oder hässlich ist.» Einzelne bezahlen 35 Franken, Familien 60 Franken und Vereine 100 Franken.



Muotathaler
Ländlersunntig

27. Dezember 2009, Muotathal

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

28.08.2009

Webcode

schwyzkultur.ch/FNa15M