Bei Nacht kamen die Wagen besser zur Geltung. Foto: Werner Bindschedler
Bei Nacht kamen die Wagen besser zur Geltung. Foto: Werner Bindschedler

Volkskultur

Oberiberg ist stolz auf seine Fasnacht Erstmals einen

Die diesjährige Fasnacht wurde in Oberiberg mit Spannung erwartet. Zum ersten Mal wurde ein Nachtumzug organisiert, das Programm liess  auf ein Spektakel hoffen. Schon im Vorfeld wurde viel Werbung gemacht, so fanden sich am vergangenen Samstag überdurchschnittlich viele Zuschauer in Oberiberg ein.

Sage und schreibe 28 Gruppen waren angemeldet, der Umzug nahm somit noch einmal grössere Dimensionen an. Die Route war diesmal dementsprechend auch länger, sie führte ab dem Restaurant Musfalle bis zur Mehrzweckhalle, dies war auch notwendig, waren doch sehr viele Wagenbaugruppen unterwegs, teilweise mit gigantischem Aufbau. Wie angekündigt startete die einheimische Guggenmusik Beizzä- Gümper Punkt 19.19 Uhr und führte traditionsgemäss den Umzug an, gefolgt vom obligaten Kaffeewagen der Fasnachtsgesellschaft Oberiberg und dem Turnverein Unteriberg, deren Zwerge mit einem ersten wunderschönen Wagen auffuhren. Schlag auf Schlag ging es weiter, auch die Trichler Alpthal sind treue Gäste im schönen Bergdorf. Die Chälenwaldtüfel aus Schübelbach fanden den Weg ebenso nach Oberiberg wie zahlreiche Hexen und sonstige gruselige Figuren. Schön, dass auch die Primarschule jedes Jahr mit dabei ist, deren Protagonisten als Wikinger durchaus begeistern. «Jesses nei au» hätte man sagen können, als man die einheimische Wagenbaugruppe, welche ihr 10-Jahr-Jubiläum feiert, kommen sah. «Jesses nei au» heisst die Gruppe denn auch und sie hat sich wohl wieder einmal selbst übertroffen. Das Motto «gfürchig schön» traf genau ins Schwarze, einfach wunderschön gruselig ihre Kutsche, die man so einfach nicht beschreiben kann, man muss es gesehen haben. Sehenswert waren auch die Tinker 07 mit dem Motto «Top Gun». Die Kampfflieger mit Flugzeugträger waren originell. Nicht weniger originell ging es weiter: 50 Jahre Mondlandung haben die Querfahrer veranlasst, einen gigantischen Wagen zu bauen – mit viel Feuer und Rauch durften die Besucher die Mondlandung nochmal miterleben. Die Mischtziehär Oberiberg liessen nochmals das Horämännelrennen vom Dezember Revue passieren und dies wortwörtlich. Auf einem Wagen mit Rampe voller Schnee fuhren die Horämännel noch einmal um die Wette. Die Formel-E-Rennen waren Thema der 9-Takter. Mit beachtlichem Aufwand simulierten sie ein Formel-E-Rennen, auffallend war aber, dass die Rennboliden nicht von E-Motoren angetrieben wurden. Viel Fantasie und gute Ideen waren zuhauf zu sehen, so auch der alte Wohnwagen mit Gartensitzplatz mit dem Motto «Stau am Gotthard». Zu sehen waren durchs Band zufriedene und gut gelaunte Fasnächtler und Zuschauer. Nach dem Umzug war noch im ganzen Dorf für Unterhaltung gesorgt, es wurde bis in die frühen Morgenstunden fröhlich und ausgelassen gefeiert. Zurückblickend darf Oberiberg stolz sein auf seine Fasnacht, nicht umsonst nehmen die Dimensionen des Umzugs jedes Jahr zu, die Fasnacht Oberiberg ist weit herum bekannt geworden und immer mehr auswärtige Besucher, welche wiederholt nach Oberiberg reisen, sind unter den Zuschauern anzutreffen.


Einsiedler Anzeiger / bin

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

08.03.2019

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