Toni Gräzer führte am Samstagabend zum 18. und letzten Male die Musikgesellschaft Oberiberg durch ein äusserst abwechslungsreiches und unterhaltendes Programm. Bild Konrad Schuler
Toni Gräzer führte am Samstagabend zum 18. und letzten Male die Musikgesellschaft Oberiberg durch ein äusserst abwechslungsreiches und unterhaltendes Programm. Bild Konrad Schuler

Musik

Toni Gräzer würdig verabschiedet

Mit Musik und Entertainment sorgte die Musikgesellschaft Oberiberg am Samstagabend vor rund 250 bestens gelaunten Besuchern für viel Heiterkeit.

«Mit Pleiten, Pech und Pannen», lautete das Motto des diesjährigen Konzert- und Unterhaltungsabends. Von all dem bekamen die Gäste aber wenig zu sehen und zu hören. Im Gegenteil, die Musikgesellschaft Oberiberg überzeugte mit einem wahren Feuerwerk von musikalischen Genüssen über ein erstaunlich breites Repertoire. Zum 18. und letzten Male führte Toni Gräzer als Dirigent durchs musikalische Schaffen und gab sich mit dem überaus gelungenen Auftritt gleich selbst ein tolles Abschiedsgeschenk.

Überzeugender Alphornauftritt

Präsidentin Claudia Meyer-Holdener durfte viele Delegationen willkommen heissen. «Tiroler Abend» hiess der Marsch, der von den Oberiberger Musikanten zu Beginn des Konzerts rassig und gefällig vorgetragen wurde. Einen überzeugenden Auftritt hatte Pirmin Schuler bei «The lonely alphorn». Das Publikum applaudierte frenetisch und forderte eine Zugabe. Währenddem im ersten Teil des gefälligen Konzerts die Musik noch mehr oder weniger im Vordergrund stand, übernahm im zweiten Teil immer mehr das Entertainment die Oberhand. Dafür sorgten die Musikantinnen und Musikanten einerseits mit ihrem Gruppenaufmarsch und den Kostümierungen selbst, anderseits liefen Andy Kälin und Claudia Gräzer als Ansager immer mehr zur Höchstform auf. «Dick und Doof», «Spass muss sein», «Smoke on the water», «Böhmische Perlen», «Disco 80» und der «Egerländer Liedermarsch Nr. 1» wurden zum Besten gegeben. Mit viel Originalität wurden diese Stücke jeweils vorgetragen, so dass das Publikum sich bestens amüsierte. Zugabe an Zugabe folgten.

Toni Gräzer verabschiedet

Toni Gräzer frönte in all den Jah ren immer dem Motto «Musik für das Volk und für das Auge». Bei seinem 18. und letzten Auftritt am Konzert- und Unterhaltungsabend der Musikgesellschaft Oberiberg gelang dies eindrücklich. Dass er am «Brass-Showcontest» einiges gelernt und abgeschaut hatte, zeigte seine Kostümierung im zweiten Teil des Konzerts. Claudia Meyer-Holdener dankte als Präsidentin dem scheidenden Dirigenten für sein Werk. Toni Gräzer selber verabschiedete sich mit einer originellen Idee. Währenddem «seine» Musikantinnen und Musikanten das «Träumli» spielten, verlas er immer wieder kurze Texte, die deutlich und sympathisch zum Ausdruck brachten, dass seine 17 Jahre als Dirigent in mehrfacher Hinsicht ein echtes und wertvolles Träumli waren.

Musik und Kollegialität wichtig

«Ich war immer sehr gerne in Oberiberg. Es ging stets sehr kollegial zu und her. Ich konnte eigentlich vorschlagen, was ich wollte, die Musikantinnen und Musikanten machten mit», zog er ein äusserst positives Fazit. «Mir war immer beides wichtig, musikalisches Schaffen und Kollegialität», nannte Toni Gräzer seine Zielsetzungen. Als Höhepunkte bezeichnete er die Anschaffung eines Gilets, die kontinuierliche Neuinstrumentierung sowie die Teilnahmen am kantonalen Musikfest von Glarus in Netstal, am eidgenössichen Musikfest in Sankt Gallen und am kantonalen Musikfest in Küssnacht.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

31.01.2017

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