Nils Althaus in der Rolle eines selbstverliebten Politikers, dessen Karriere ein jähes Ende nimmt. Bild Hans Ueli Kühni
Nils Althaus in der Rolle eines selbstverliebten Politikers, dessen Karriere ein jähes Ende nimmt. Bild Hans Ueli Kühni

Bühne

Althaus liess Besucher staunen

Am Samstagabend begeisterte der begnadete Unterhalter und Filmschauspieler Nils Althaus mit seinem neuen Programm «Ehrlich gheit» im Schlossturm in Pfäffikon die Besucher. Er bewies dabei seine grandiose Kreativität.

Das war Unterhaltung auf höchstem Niveau, was der scharfsinnige und sympathische Liedermacher, Kabarettist und Schauspieler Nils Althaus am Samstagabend im Schlossturm zeigte. Er begann sein neues Programm «Ehrlich gheit» mit einem Lied, schlüpfte dann aber bald in die Rolle eines neugierigen Hauswarts, eines selbstverliebten Politikers und eines weichherzigen Gutmenschen, um aufzuzeigen, warum er heute als Musiker hier auftritt. Jede dieser Rollen war überzeugend, jede in anderem Dialekt gesprochen. Zwischendurch bewies er sein Talent als Liederkomponist, als Gitarrist und als Sänger. Immer war er hautnah am Publikum, forderte es zu spontanem Applaus heraus und war situativ zu Spässen bereit – was wiederum seine Schlagfertigkeit bewies.

Tiefgründig trotz Leichtigkeit

Bei aller Leichtigkeit und feinsinnigen Witzen gab es doch immer wieder Passagen mit tiefgründigem Inhalt. Natürlich ist der Künstler auch ein guter Beobachter, denn wie sonst wäre er in der Lage, über das Eheleben eines Rentner so exakt zu berichten, oder über einen Nichtsnutz, der auf einer grossen Post die Wartetickets in Mengen aus dem Apparat klaut, um diese dann an Personen mit wenig Zeit zu verhökern? Man konnte nur staunen über die Virtuosität, den Wort-Jonglagen und den Rollenspielen. Das Publikum bedankte sich mit viel Applaus. Dem Verein Pro Schloss Pfäffikon ist mit der Verpflichtung dieses Universaltalents einmal mehr ein Volltreffer gelungen.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

08.04.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/cGHrqN