Unwissentlich vom Alkohol beeinflusst, zerstörte Hansruedi Schmied (Thomas Büeler) beinahe Frau Gabathulers Liebling. Bild Kurt Kassel
Unwissentlich vom Alkohol beeinflusst, zerstörte Hansruedi Schmied (Thomas Büeler) beinahe Frau Gabathulers Liebling. Bild Kurt Kassel

Bühne

Auf der «Sternen»-Bühne ist Lachen vorprogrammiert

Am Freitag feierte das neue Stück der Freizeit Volksbühne Pfäffikon im «Sternen»-Saal Premiere. Mit dem Schwank «Zimmer 12a» knüpfen die Theaterleute nahtlos an die Erfolge der Vorjahre an.

Die Besucher im voll besetzten Saal des Hotel «Sternen» in Pfäffikon waren begeistert und hatten ihre Freude an der turbulenten Komödie. Sie konnten herzhaft lachen – manche lachten sogar Tränen.

Ruhiger Beginn

Dabei hat im Stück alles einigermassen ruhig begonnen: Doktor Gabathuler (Sebastian Fässler) möchte mit seiner Assistentin und Geliebten Michelle (Monica Fuchs) ein ungestörtes Wochenende im Hotel «Schweizerhof » in Interwald in den Bergen verbringen. Dumm nur, dass ausgerechnet seine Ehefrau Eva (Doris Dürmüller), die er weit weg glaubt, als Ersatz für eine erkrankte Harfenspielerin am Interwalder Musikfestival einspringen muss und ins gleiche Hotel eincheckt. Diese wird dazu noch im selben Zimmer einquartiert, das schon ihr Mann und seine Geliebte bezogen haben.

Im Hotel regiert das Chaos

Die Schuld daran tragen der desillusionierte und aufmüpfige Portier Albert (Stefan Höfliger) sowie der überforderte, eitle und parfümsüchtige Hotelmanager Jonny Müller (Christoph Müller). Auch das frisch verheiratete Ehepaar Schmied (Daniela Radamonti und Thomas Büeler) zieht es für die Hochzeitsnacht und die Flitterwochen hierher an diesen vermeintlich ruhigen Ort. Und da ist noch das Ehepaar Hubert und Rosa Jäger (Paul Fuchs und Margrit Diethelm). Er liebt sein Waldhorn und sie vor allem den Alkohol. Bei dem unfähigen Hotelmanagement kommt es,wie es kommen muss: Es gibt mehr Reservationen als Zimmer vorhanden sind. Viel Alkohol sowie zahlreiche Lügengeschichten und Verwechslungen führen schliesslich zu allen möglichen und unmöglichen Bettgemeinschaften, zum Entsetzen der anderen Gäste, die unverhofft reinplatzen oder kurzerhand in die Besenkammer verfrachtet werden.

Überzeugende Darsteller

Es zeigte sich wieder einmal, dass die Freizeit Volksbühne Pfäffikon hervorragende Darsteller hat. Die Schauspieler überzeugten sowohl sprachlich als auch mimisch. Besonders prägnant waren neben dem Portier Albert zwei weitere Protagonistinnen: Frau Gabathuler, die mit toughem Auftreten und pointierten Aussagen amüsierte und Frau Jäger, die mit ihrer exzessiv gelebten Leidenschaft für den Suff für viel Heiterkeit sorgte.

Tolles Team garantiert den Erfolg

Viel Einfühlungsvermögen hat Regisseur Eugen Michel, der bereits zum sechsten Mal Regie führte, bei der Rollenverteilung bewiesen. Dank enormem Engagement gelang es den Darstellern, die turbulenten Szenen hervorragend zu meistern und die Gags punktgenau zu platzieren. Ein Kompliment gehört auch allen Beteiligten hinter der Bühne. Der Bühnenaufbau mit seinen sieben Türen und einem Hotellift waren für die Bühnenbauer wie auch für die Schauspieler eine Herausforderung.





Weitere Vorstellungen gibt es noch bis am 28. März jeweils am Mittwoch, Freitag und Samstag um 20 Uhr zu sehen. Am Sonntag, 22. März, findet um 15 Uhr eine Zusatzvorstellung statt.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Kurt Kassel)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

16.03.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/hmgkZW