Nicole Knuth (links) und Olga Tucek zogen das Publikum von Anfang an in ihren Bann. Bild Lara Steiner
Nicole Knuth (links) und Olga Tucek zogen das Publikum von Anfang an in ihren Bann. Bild Lara Steiner

Bühne

Der Olymp in der Finanzkrise

Am Freitag lud die Kulturkommission Freienbach zum zweiten Kabarettabend im Hause Roswitha. Es war ein Abend, wie er so schnell nicht wieder vergessen wird: Das Künstlerinnenduo Knuth undTucek unterhielt die Gäste mit seinem Heimatspieltheater.

Ihren ersten grossen Erfolg feierten sie 2007 mit einem Auftritt an der Künstlerbörse in Thun. 2011 war es der Salzburger Stier, in diesem Jahr der Schweizer Kabarettpreis «Cornichon», und im März war-tet bereits der Deutsche Kleinkunstpreis auf sie: Die Rede ist von Nicole Knuth und OlgaTucek, bekannt unter dem Namen Knuth und Tucek. Ihre spitzzüngige Satire, begleitet von Akkordeonmusik, brachte am Freitagabend so einige Lacher hervor und regte gleichzeitig zum Nachdenken an.

Die Freiheit auf Reisen

Im Götterhimmel herrscht Weltuntergangsstimmung: Der Olymp muss sparen. Nun drohen der Schönheit, der Angst, der Kunst und der Freiheit – der Menschheit höchstes Gut – die Entlassung. Um das zu verhindern, muss die Freiheit dem olympischen Komitee beweisen, dass sie von den Menschen auf der Erde erkannt wird, und zwar innerhalb einer Woche. Doch dies erweist sich als schwieriger als erwartet, haben die Bewohner des blauen Planeten doch mit ganz anderen Problemen wie Klingeltonallergien, Zahlungsschwierigkeiten sowie der Sicherung ihrer Grenzen zu kämpfen. Aber wie soll sich die Freiheit erkenntlich machen? Weshalb kümmern sich die Menschen lieber um ihr eigenes Wohlbefinden, statt den wirklichen Problemen in der Welt in die Augen zu sehen?

Gerettet

Kurz vor Ablauf ihrer Zeit auf der Erde macht sich die Freiheit auf den Weg nach Eritrea, wo ein Junge sie endlich beim Namen nennt. Die Freiheit ist gerettet. Und es sind nur wir Menschen, die bestimmen, was in Zukunft mit ihr geschehen wird. Dies ist mitunter ein Grund, weshalb Nicole Knuth und Olga Tucek auch in Zukunft dem Kleintheater treu bleiben werden: Sie wollen wie bis anhin ihre Texte frei schreiben können.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

11.11.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/aitCbV