Als Medizinstudent versucht Fausto Merlini, sein Studium mit seinem verrückten Skelett zu meistern.  Bilder Yasmin Jöhl
Als Medizinstudent versucht Fausto Merlini, sein Studium mit seinem verrückten Skelett zu meistern. Bilder Yasmin Jöhl

Bühne

Magisches Kaleidoskop mit Fausto Merlini

Am Wochenende entführte der Zauberkünstler Fausto Merlini alias Heiner Hirzel sein Publikum in die magische Welt der Täuschungen und bot ein Programm, das vielseitig und erstaunlich zugleich war.

Ein Abend voller Zauberkunst, Illusionen und Poesie, genauso magisch, vielseitig und bunt wie ein Kaleidoskop – das erlebten die Zuschauer am Samstag- und Sonntagabend in der Aula der Kantonsschule Ausserschwyz in Pfäffikon. Hier präsentierte Fausto Merlini alias Heiner Hirzel seine liebsten Bühnennummern, die er sich in seinen 40 Jahren als Künstler zu eigen gemacht hat.


Täuschungen anstatt Enttäuschungen


Sein Programm eröffnete der pensionierte Chemielehrer mit der Nummer «Rotlichter», wobei er betonte, dass sich das Publikum wohl etwas anderes unter diesem Namen vorstellte und daher enttäuscht werde. «Die Zauberkunst lebt aber nicht von Enttäuschungen, sondern von Täuschungen », wie der Künstler klarstellte. Doch der Abend zeigte nicht nur eine Täuschung nach der anderen, das Publikum lernte auch viel über die Geschichte der Zauberkunst. Denn seine Frau und Partnerin Martina Hirzel unterstützte den passionierten Künstler tatkräftig, indem sie den Abend mit wunderschönen Geschichten untermalte. So hätte die Menschheit schon seit jeher versucht, das Leben mit Magie zu beeinflussen.


Der Funken der Zauberkunst sei bei Fausto Merlini selbst spät übergesprungen. Dass dieser Funken zu einem regelrechten Feuer entfachte, wurde den Zuschauern mit jeder Nummer bewusster. Nummern, die allesamt eine neue Seite des Künstlers zeigten: Während er einmal ein Medizinstudent darstellte, verwandelte er sich sogleich in einen venezianischen Taschenspieler. «Ich wünsche eine frohe Nacht, denn alles, was ich hier vollbracht, war frei von jeder Teufelsmacht », mit diesen geheimnisvollen Worten verabschiedete sich Fausto Merlini und freute sich, gemeinsam mit dem Publikum bei einem Apéro anzustossen, wo sicherlich versucht wurde – entgegen dem Rat des Künstlers –, den einen oder anderen Zaubertrick zu verstehen.


Höfner Volksblatt & March Anzeiger / Yasmin Jöhl

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

30.10.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/L6V2JU