Der enttäuschte Kasimir macht verschiedene Frauenbekanntschaften. Bild bsa
Der enttäuschte Kasimir macht verschiedene Frauenbekanntschaften. Bild bsa

Bühne

Theatralische Szenen am Münchner Oktoberfest

Ein tiefgründiges Stück war bei der Theater-Premiere von Kantischülern am Samstagabend in der Aula der Kantonsschule Ausserschwyz (KSA) zu sehen. Das gespielte Volksstück «Kasimir und Karoline» begeisterte das Publikum und forderte die Schüler in ihrem schauspielerischen Können.

An das anspruchsvolle, sozialkritische Stück «Kasimir und Karoline» von Ödöm von Horvath wagte sich der Regisseur Mischa Käser mit seinen Schülern, die an der KSA das Freifach Theater belegen. Das am Samstag aufgeführte Volksstück wurde 1932 am Leipziger Schauspielhaus uraufgeführt. Die Handlung spielt auf dem Münchner Oktoberfest in der Zeit nach der Weltwirtschaftskrise von 1929.

Liebe gibt es immer

Der Chauffeur Kasimir besucht mit seiner Verlobten das Münchner Oktoberfest. Kasimir ist wegen seiner vor Kurzem gekündigten Anstellung nicht nach feiern zumute und glaubt seiner Braut nicht mehr genügen zu können. Es kommt zu einem Streit zwischen dem Paar und ihre Wege trennen sich. Obwohl sie sich im Laufe der Handlung oft begegnen, enden ihre Gespräche immer wieder in Streitereien. Karoline, die gesellschaftlich aufsteigen möchte, bandelt nach dem Zerwürfnis mit ihrem Verlobten mit zwei besser gestellten Herren an. Doch als diese sich nach einer Schlägerei in der Sanitätsbaracke wieder treffen, besinnen sie sich auf ihre alte Freundschaft und lassen Karoline wie eine heisse Kartoffel fallen. Unterdessen freundet sich Kasimir mit Erna, der Freundin eines verhafteten Kleinkriminellen an und träumt mit ihr von einer gemeinsamen Zukunft. Doch dann erscheint Karoline und möchte sich mit ihrem ehemaligen Verlobten versöhnen. Ob ihr das gelingt?

Musik und Gesang als Rahmen

Zwischen den verschiedenen Beziehungsszenen wurde das Stück aufgelockert durch eine Fahrt auf der Achterbahn oder verschiedenen Darbietungen aus dem Raritätenkabinett. Das Kantiorchester, unter der Leitung von Urs Bamert, umrahmte das Theater musikalisch, und gesungene Einlagen der Schauspieler bereicherten die Inszenierung. Die Schauspieler zeigten während der Aufführung ihr ganzes Können, und man spürte förmlich, wie sie Spass daran hatten. Das Publikum dankte ihnen zum Schluss mit einem langen und kräftigen Applaus.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

18.03.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/qX9s6q