Mit lebhaften Gesten und Sprachgewandtheit unterhielt Friedli seine Fans. Bild ps
Mit lebhaften Gesten und Sprachgewandtheit unterhielt Friedli seine Fans. Bild ps

Bühne

Über Ferienkatastrophen und PC-Probleme

Im Schulhaus Steg gab es am Freitagabend viel zu lachen. Bänz Friedli unterhielt seine Gäste in seiner Kolumnen-Vorlesung mit seinem provozierenden und satirischen Humor, dessen Inhalt nie den Bezug auf aktuelle Ereignisse verlor.

Rund 80 Personen besuchten die satirische Lesung von Bänz Friedli im Mehrzweckraum des Schulhauses Steg. Der Titel der Lesung ist gleichnamig wie sein neues Buch «Findest du mich dick?». Überwiegend bestand das Publikum aus Hausfrauen – «Pardon, Familienfrauen. Nein, Familienmanagerinnen?», fragte sich Friedli und brachte mit seinen alltagsnahen Beispielen, die er in seinem eigenen, humorvollen Stil präsentierte, sein Publikum gar zum Prusten.

Bekannte Situationen

Auch ist es eine Spezialität von Friedli, sich über sich selbst lustig zu machen: «Wenn ich gewusst hätte, was auf mich zukommt, hätte ich den Artikel vor fünf Jahren nicht geschrieben. Heutzutage werde ich sogar auf dem Campingplatz nach einem Autogramm gefragt – wie schrecklich.» Und schon schaffte Friedli es wieder, dass sein überwiegend weibliches Publikum Tränen lachte. Wer kennt das nicht? Mit wilden Gesten und lebhafter Sprache nahm er viele Lebenssituationen, die alle nur allzu gut kennen, auf die Schippe: kleine Teile von Spielzeugen, die nach dem Staubsaugen plötzlich verschwunden sind, Probleme in der Schule wie das Sprachverständnis, denn «wer versteht schon dieses Frühalbanisch? », nervige Familiensituationen, Ehestreits, Ferienkatastrophen, PC-Probleme, bei denen Inbound-Telefonisten – ob elektronisch oder nicht – nur fragen können: «Haben Sie schon den Neustart versucht?»

Die männliche Hausfrau

Der gebürtige Berner arbeitete bereits für Presse, Radio und TV in den Bereichen Sport und Populärkultur. Zuletzt war er während zehn Jahren als Redaktor beim Nachrichtenmagazin «Facts» tätig. Heute ist er Hausmann und Kolumnist für das Schweizer «Migros-Magazin». Das ist dem humorvollen Familienmann – oder doch Familienmanager? – Friedli nicht genug; für «Rolling Stone» und die «NZZ am Sonntag» schreibt er als freier Autor, und häufig bestreitet er die Samstagssatire «Zytlupe» auf Radio DRS1.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

30.03.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/9hsMBy