Die beiden Musiker Barnabas Nagy (links) & Naoki Kitaya spielten perfekt und harmonisch zusammen. Bild Verena Blattmann
Die beiden Musiker Barnabas Nagy (links) & Naoki Kitaya spielten perfekt und harmonisch zusammen. Bild Verena Blattmann

Dies & Das

Barocke Melodien im Schlossturm

Am Dienstagabend erfüllte Barock-Musik den kleinen Saal des Schlossturms in Pfäffikon. Im Rahmen der Musikwoche Crescendo der Musikschule und Kulturkommission der Gemeinde Freienbach musizierten Naoki Kitaya und Barnabas Nagy, Lehrer an der Musikschule Freienbach.

Der Rahmen zu diesem feinen, eindrücklichen Konzert, das Willy Honegger, Leiter der Musikschule Freienbach zusammen mit seiner Sekretärin Nathalie Müller organisierte, hätte nicht passender sein können. Der kleine Saal des Schlossturms mit seiner Ausstrahlung und schlichten Eleganz vermochte die üppige, verspielte Vielfalt des Barocks zu unterstreichen.

Interessantes Programm

Die beiden Musiker Naoki Kitaya (Cembalo) und Barnabas Nagy (Violine) stellten ein interessantes Programm zusammen, das die Fülle und den Reichtum des Barocks wiedergab, aber auch eine Prise Witz und den damaligen Zeitgeist beinhaltete und widerspiegelte. Mit der «Sonate Nr. 1 in D-Dur op. 5» vonArcangelo Corelli versetzten die beiden Musiker die Zuhörer feierlich, teils mit einem Hauch Traurigkeit versetzt und dann wieder vorwitzig, beschwingt – wie zum Tanz auffordernd – virtuos und mit schönenVariationen in eine andere Zeit zurück. Johann Sebastian Bachs «Sonate Nr. 1 in h-Moll BWV 1014» hatte, mit singendem Einsatz derVioline, eher vom Cembalo durch das Werk geführt und mit vielen Trillern dazwischen, dieselbe Wirkung. Den mittleren Konzertteil bestritt Naoki Kitaya am Cembalo alleine.

Damaligen Zeitgeist widerspiegelnd

«Ich habe etwas Verrücktes gespielt, was damals sehr populär war», erklärte der Künstler, der ein Arrangement aus der Feder Georg Friedrich Händels und des britischen Komponisten, Musiker und Arrangeurs William Babell, zum Besten gab.

Verbotene Sarabande

Die «Suite in C» von Louis Couperin umfasste auch einen spanischen Gassenhauer, eine von der katholischen Kirche wegen ihrer angeblichen Erotik verbotene Sarabande und andere, damals populäre Tänze. Kitayas Hingabe, das ausdrucksvolle Spiel, die unglaubliche Virtuosität, versetzt mit seinem Improvisationstalent, begeisterte die Zuhörer. Die «Sonata Prima» von Dario Castello sowie die «Sonata Prima La Bernabea» von Giovanni Antonio Pandolfi Mealli vereinten die beiden Musiker wieder, die nicht nur mit Können und Virtuosität brillierten, sondern auch mit Harmonie im Zusammenspiel.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

18.04.2013

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schwyzkultur.ch/DUdDBk