Der Pavillon of Reflections soll nicht nur Zürchern vorbehalten bleiben – der Standort Pfäffikon ist nun wieder auf Kurs.
Der Pavillon of Reflections soll nicht nur Zürchern vorbehalten bleiben – der Standort Pfäffikon ist nun wieder auf Kurs.

Dies & Das

Es ist wieder Land in Sicht

Dank dem Engagement von Persönlichkeiten könnte der Manifesta-Pavillon doch noch nach Pfäffikon kommen.

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Dies dürfte sich die Öffentlichkeit nach dem Hin und Her rund um ein Holzfloss gefragt haben.Der 20 auf 30 Meter grosse Pavillon of Reflections, der als Wahrzeichen der Manifesta 11 vor dem Zürcher Bellevue schwimmt,hätte für fünf Jahre an den Schiffssteg in Pfäffikon verlegt werden sollen. Der kantonale Schiffsinspektor Clemens Krienbühl hatte alles höchstpersönlich eingefädelt. Seine Vorgesetzten erachteten dessen Eigeninitiative allerdings eher als «Meuterei», liessen ihn öffentlich auflaufen und zogen das Baugesuch postwendend zurück (wir berichteten mehrmals). Deshalb war plötzlich die noch anonyme Promotorengruppe gefragt, die hinter Krienbühl stand.

Breit abgestützte Trägerschaft

Nun ist wieder Land in Sicht. Engagierte Personen aus Politik, Wirtschaft und Kultur haben am Mittwoch den Verein Punta Lago vorzeitig aus der Taufe gehoben, wie Martin Ziegler aus Lachen als Sekretär in einer Medienmitteilung schreibt. Dieser Trägerverein sollte eigentlich erst nach der Baubewilligung aktiv werden.

Als Präsident konnte alt Landammann Alois Christen aus Küssnacht gewonnen werden. Es sei durchaus sinnvoll, eine Persönlichkeit zu wählen, die nicht direkt aus der Zürichsee- Gegend stamme, erklärt Ziegler auf Nachfrage. Christen sei als ehemaliger Politiker und Bauunternehmer bestens anerkannt und vernetzt. Zudem sei er immer noch kulturell und karitativ tätig. Andere Namen im Verein seien zum Beispiel Ruedi Stump, der ehemalige Hero-Besitzer, oder der Profigastronom Andreas Rieder, lässt Ziegler durchblicken. Die eigentliche Mitgliederwerbung – und natürlich Sponsorensuche – starte erst nach Erteilung der Baubewilligung.

Schritt für Schritt zum Ziel Das Baugesuch liegt nun 20 Tage öffentlich auf. Dann wird sich zeigen, wie sich die Gemeinde Freienbach und der Kanton Schwyz mit seinen allenfalls involvierten Ämtern zum Kulturprojekt stellen. Der Pavillon dient noch bis zum 18. September als Wahrzeichen der Manifesta 11 in Zürich. Danach wird er vom Zurich Film Festival genutzt. Es wird also sicherlich Herbst, bis die vielseitige Holzplattform in Pfäffikon vor Anker gehen kann.

Der Verein wolle nun Schritt für Schritt nehmen, erklärt Ziegler. Ziel bleibe es, dass die Plattform als «optisches und kulturelles Highlight» eine bereichernde Ergänzung zu den kulturellen Angeboten der Region werde. Man sei offen für alles. Jedenfalls soll die schwimmende Insel für drei bis fünf Jahre im Sommer tagsüber grundsätzlich öffentlich zugänglich sein.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Andreas Knobel)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

05.08.2016

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schwyzkultur.ch/nLKC3y