Dies & Das

Hörgenuss auf hohem Niveau

«Klassisch, besinnlich im ersten und unterhaltsam, jazzig und lustig im zweiten Teil.» Mit diesen Worten kündigte Präsident David Kümin das Frühlingskonzert der Harmonie Freienbach an, das am Samstag in der Aula der Kantonsschule in Pfäffikon stattfand. Der Gesang von Sopranistin Sybille Diethelm verlieh dem anspruchsvollen Konzert eine besondere Note.

Schon das erste Werk zeigte das hohe Niveau, die feinsinnige Ausdrucksweise und die Virtuosität der Musiker, die unter der Leitung von Valentin Vogt begeisterten. Mit «Armenische Tänze (Teil 1)» von Alfred Reed hatte sich die Harmonie ein hohes Ziel gesteckt. Das abwechslungsreiche, melodiöse Stück, durchzogen von langsamen, melancholischen und sehr rhythmischtänzerischen Teilen, basiert auf Volksweisen und spricht von Stolz, Heimweh bis zu ausgelassener Fröhlichkeit, was verschiedene Emotionen auslöste.

Harmonisch, feinfühlig und schön

Das Stück endet mit atemberaubender, mitreissender Rasanz und lässt keine Zweifel offen, dass die Harmonie mit diesem Selbstwahlstück am Fest der Musik 2014 vom 30. Mai bis 1. Juni in Küssnacht auch bei der Jury in hohem Mass punkten wird. Mit «Beim Schlafengehen» und «Im Abendrot» von Richard Strauss ging die Harmonie neueWege. BeideWerke sind vertonte Gedichte von Hermann Hesse und Joseph von Eichendorff, interessant und passend arrangiert von Valentin Vogt. Sopranistin Sybille Diethelm verlieh den sinnigen Reimen von der «Seele, die in freien Flügen schweben möchte», vom «Frieden im Abendrot», von Träumen, vom Leben und Gedanken über den Tod mit ihrer schönen, ausdrucksstarken Stimme noch mehr Tiefe. Diethelms Gesang, zusammen mit der gekonnten, sehr gefühlvollen Umrahmung der Musiker, bot einen aussergewöhnlichen musikalischen Leckerbissen. Karin Fleischmann führte erstmals mit viel Charme durchs Programm, das im zweitenTeil mit «South Rampart Street Parade» von Raymond Bauduc schmissig und jazzig begann, und die Harmonie als Big Band wahrnehmen liess.

Von Amerika in die Stadt der Liebe

Als Solisten glänzten Anita Hiestand (Piccolo), Cyrill Kümin (Klarinette), David Kümin (Trompete) und Beat Hollenstein am Schlagzeug. In «Glitter and Be Gay», einer technisch anspruchsvollen Koloratur-Sopran- Arie aus der Operette «Candide» von Leonard Bernstein stellte Diethelm auch ihr schauspielerisches Können unter Beweis. Mit «Summertime» von George Gershwin eroberte sie endgültig die Herzen des Publikums. Das französische, figolante Flair des Medleys «Paris Montmartre» mit Chansons aus den 1950er-Jahren wurde unterstrichen durch Corina Portmann, die mit ihrem Akkordeon den «Musette-Stil» in die Aula zauberte. Ein berühmter und beliebter Marsch von Julius Fucik, der «Florentiner Marsch», beendete das Konzert, das grossen Anklang fand, offiziell.

Höfner Volskblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

28.04.2014

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schwyzkultur.ch/JJB5P6