Andrea Burger (Viola) und Egl Staškut (Klavier) begeisterten mit einfühlsam gespielter Musik in einer romantischen Serenade. Bild Bettina Schärlinger
Andrea Burger (Viola) und Egl Staškut (Klavier) begeisterten mit einfühlsam gespielter Musik in einer romantischen Serenade. Bild Bettina Schärlinger

Dies & Das

Romantische Träumereien auf Bratsche und Klavier gespielt

Zahlreich erschienen die Zuhörer im reformierten Kirchgemeindehaus in Pfäffikon, als am Samstagabend Andrea Burger (Viola) und Egl Staškut_ (Klavier) zu einer romantischen Serenade einluden. Sie spielten Werke von Brahms, Schumann und Hindemith.

Das Konzert am Samstagabend im reformierten Kirchgemeindehaus in Pfäffikon war geprägt durch feine, ruhige Klänge, die sich mit ganz temperamentvollen Passagen abwechselten. Andrea Burger vermochte mit ihrem ausdrucksstarken und einfühlsamen musizieren die grosse Vielfältigkeit der Viola in allen Facetten zu zeigen. «DieViola, oder auch Bratsche genannt, stand lange Zeit im Schatten derVioline oder des Cellos und wurde erst in der Spätromantik entdeckt», sagte Burger. Ein Unterschied zurVioline besteht in der Grösse und Stimmung des Instrumentes. Der Klang wird als voll, weich und immer etwas melancholisch beschrieben. Begleitet wurde die Höfner Bratschistin am Flügel von Egl Staškut. Die jungen Musikerinnen studieren beide am Mozarteum in Salzburg, wo sie sich auch kennengelernt haben. An nationalen und internationalen Musikwettbewerben konnten die zweiTalente schon etliche Preise entgegennehmen.

Vorbereitung für Wettbewerbe

Neben der «Sonate op. 11 Nr. 4» von Paul Hindemith, einem sehr wichtigen Komponisten für Bratschisten, kamen auchWerke von Johannes Brahms und Robert Schumann zur Aufführung. «Märchenbilder» von Robert Schumann gehören zu seinem Spätwerk. In den verschiedenen Sätzen werden abwechselnd die beiden fiktiven Figuren aus Schumanns Jugend heraufbeschwört. Im feinen, zarten Zusammenspiel der Viola und dem Klavier werden die Grübeleien des Träumers Eusebius ausgedrückt. Im Gegensatz dazu stehen die impulsiven Klängen von Florestan. Das letzte Wort in diesem Werk hat Eusebius. Im Finale, einem Schlaflied, kam der weiche, dunkle Klang der Viola ganz besonders gut zur Geltung.

Zuhause spielen macht glücklich

«Es hat mich sehr glücklich gemacht, wieder einmal in meiner Heimat zu konzertieren», sagte Andrea Burger nach dem Konzert, das alsVorbereitung für kommende Wettbewerbe diente. Nach dem Anlass wurden alle Anwesenden zu einemApéro eingeladen.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

08.04.2013

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schwyzkultur.ch/pQTR7t