Der Vorstand (v. l.): Eduard Gwerder (Kassier), Ralf Jacober (Redaktor), Peter Trutmann-Aregger (Bezirk Küssnacht), Andreas Meyerhans (Vizepräsident), Valentin Kessler (Präsident), Angela Dettling (Aktuarin), Susanna Bingisser (Bezirk Einsiedeln) und Adrian Nigg-Arnold (Bezirk Gersau).  Bilder yas
Der Vorstand (v. l.): Eduard Gwerder (Kassier), Ralf Jacober (Redaktor), Peter Trutmann-Aregger (Bezirk Küssnacht), Andreas Meyerhans (Vizepräsident), Valentin Kessler (Präsident), Angela Dettling (Aktuarin), Susanna Bingisser (Bezirk Einsiedeln) und Adrian Nigg-Arnold (Bezirk Gersau). Bilder yas

Dies & Das

Geschichtsfreunde tagten in Pfäffikon

Am Sonntag fand in Pfäffikon die 142. Jahresversammlung des Historischen Vereins des Kantons Schwyz statt. Ein interessanter Vortrag über fürsorgerische Zwangsmassnahmen rundete den Nachmittag ab.

Vereinspräsident Valentin Kessler liess es sich zu Beginn der Jahresversammlung im Hotel Sternen nicht nehmen, die eingeladenen Gäste zu begrüssen. So fanden sich unter den vielen Geschichtsfreunden und Mitgliedern des Historischen Vereins mit Landammann Kaspar Michel sowie Regierungsrätin Petra Steimen-Rickenbacher auch offizielle Vertreter der Schwyzer Regierung. «Dies zeigt die langjährige Verbundenheit zwischen den Kantonsbehörden und dem Verein», brachte Kessler seine Freude zum Ausdruck. Nach den Begrüssungsworten des Gemeindepräsidenten von Freienbach, Daniel Landolt, der passenderweise geschichtliche Ereignisse der Gemeinde hervorhob, ging Kessler zur Abhandlung der Traktanden über. Dabei liess er in seinem Jahresbericht vergangene Ereignisse wie die Kunst- und Geschichtsfahrt nach Wettingen Revue passieren. Während der Verein im vergangenen Jahr einige Mitglieder verabschieden musste, heben sich Eintritte und Austritte in etwa die Waage, wie Kessler ausführte. So zählt der Verein aktuell rund 1500 Mitglieder, wobei an der Versammlung auch zwei davon für ihre 50-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden.

Vorstand wiedergewählt


«Das, was wir machen, machen wir richtig», sagte Valentin Kessler und meinte damit die gute Zusammenarbeit im Vorstand. Nach drei Jahren war es heuer wieder so weit, dass die Vorstandsmitglieder neu gewählt werden mussten. Alle stellten sich zur Wiederwahl, mit Ausnahme der Revisorin Hilde Schädler, die durch die Einsiedlerin Nicole Kalbermatten-Ludwig ersetzt wird. Mit Applaus bestätigten die Anwesenden den Vorstand für eine weitere Amtsdauer. Ebenfalls einstimmig genehmigt wurde die von Kassier Eduard Gwerder vorgetragene Rechnung, welche mit einem Aufwandüberschuss von gut 12 000 Franken abschloss. Dies sei vor allem auf den Posten «Mitteilungen» und deren Versand zurückzuführen, die sehr umfangreich waren. Vor der Pause gewährte Valentin Kessler noch einen Ausblick auf das kommende Jahresprogramm, welches wiederum mit interessanten Vorträgen und Exkursionen viel zu bieten habe.

Eindrückliches Referat


«Fürsorgerische Zwangsmassnahmen – ein Thema, welches uns alle tief berührt» – mit diesen Worten leitete Präsident Valentin Kessler das anschliessende Referat ein. Und als Vorsteherin des Departements des Inneren richtete auch Petra Steimen-Rickenbacher eindrückliche Worte an die Zuhörer. So setze sich die Regierung dafür ein, dass die Betroffenen von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 nicht in Vergessenheit geraten. «Das Leid darf sich nicht wiederholen», so Steimen-Rickenbacher. Die drei Referentinnen von der Unabhängigen Expertenkommission (UEK) Sara Galle, Flavia Grossmann sowie Mirjam Häsler Kristmann präsentierten danach ihre Forschungsergebnisse bezüglich der administrativen Versorgungen im Kanton Schwyz und regten mit ihren Ergebnissen und Ausführungen die interessierten Zuhörer zum Nachdenken an.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Yasmim Jöhl

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

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Publiziert am

10.12.2019

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schwyzkultur.ch/c2pNrj