Klara Gresch (rechts) begrüsste die Besucher im Namen des Organisationsteams. Links Dolmetscherin Stephanie Raschle. Bild Verena Blattmann
Klara Gresch (rechts) begrüsste die Besucher im Namen des Organisationsteams. Links Dolmetscherin Stephanie Raschle. Bild Verena Blattmann

Kunst & Design

Alltag aus der Foto-Perspektive

Am Montagabend wurde im Schulhaus Steg in Pfäffikon mit einer gut besuchten Vernissage die Ausstellung mit Bildern von Matija Zaletel eröffnet. Die Ausstellung wurde von einer Arbeitsgemeinschaft des Lehrerteams Steg organisiert und umfasst etwa 70 Fotos zum Thema Mensch, Kunst und Natur.

«Matija Zaletel, im Schulhaus Steg als Schulhausabwart beschäftigt, ist sozusagen unser Hausfotograf und an all unseren Anlässen mit der Kamera präsent. Seine aussergewöhnlichen Fotos sprechen für hohe Qualität», erklärte Klara Gresch, die Künstler und Besucher im Namen des Organisationsteams begrüsste. Aus dem Kreis der Lehrer kam denn auch die Idee, Zaletels Fotografien mit einer Ausstellung – als Überraschung zu seinem kürzlich stattgefundenen vierzigsten Geburtstag – der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ausstellung zum Geburtstag

In der Gebärdensprache, übersetzt von der Dolmetscherin Stephanie Raschle, wandte sich auch Matija Zaletel, von Geburt an gehörlos, an die Besucher. Eigentlich sei dies die zweite Ausstellungseröffnung dieses Tages, so Zaletel. Am Vormittag überraschten ihn rund 200 Schüler mit einem Lied in der Gebärdensprache. Als die Schüler ihm dann auch noch in der Gebärdensprache applaudierten (beide Hände in die Höhe reckend und winkend), sei er schlichtweg überwältigt gewesen. Vier Fotos erläuterte Zaletel, darunter die schwarz-weiss-Aufnahme «Theatertraum». Dabei ging es Zaletel, Fotos hinter der Bühne zu machen, in dem er etwa Abläufe mit seiner Kamera festhielt. Dies scheint auch eine der Stärken Zaletels bei allen Motiven zu sein: Er sieht immer auch hinter die Kulissen.

Augen für Nebensächliches

Zaletel, immer mit seiner Kamera ausgerüstet, ist vielseitig und geht mit offenen Augen und ausgeprägter Sensibilität durchs Leben. Scheinbar Nebensächlichem vermag er mit seiner Kamera Gewicht und Ausdruckskraft zu verleihen und führt dem Betrachter mit seinen Bildern vor Augen, wie viel Schönes nur darauf wartet, entdeckt und aus der richtigen Perspektive betrachtet zu werden. Dabei probiert und spielt er geschickt mit Kontrasten oder verändert mit seiner Kamera die Sättigung der Bilder. Eigentliche Lieblingsmotive entdeckt man keine. Ob Menschen, Blumen, Winterlandschaften oder etwa der Eifelturm in Paris – aus allen Bildern spricht Hingabe, Freude, Feingefühl und Leidenschaft.

Die Ausstellung im Schulhaus Steg dauert bis zum 27. März und ist jeweils am Mittwoch und Donnerstag von 8.15 bis 16 Uhr und samstags und sonntags von 10 bis 15 Uhr geöffnet.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

23.03.2011

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schwyzkultur.ch/xxmTvP