Die Künstlerin haucht mit ihren Händen dem Karton Leben ein.
Die Künstlerin haucht mit ihren Händen dem Karton Leben ein.

Kunst & Design

Aus Karton wird Kunst

Vom 28. Mai bis 6. Juni ist die Seeanlage in Pfäffikon wieder in Künstlerhand. Acht international tätige Kunstschaffende lassen die Besucherinnen und Besucher des 5. Skulpturensymposiums am Erschaffen ihrer Kunstwerke teilhaben. Liz Gehrer ist eine von ihnen.

Karton, Plakat- und Zeitungsausschnitte sind Wegwerfprodukte, die schon vor dem Gestalten abgenutzt und verändert sind. Der leichte, fragile und verletzliche Werkstoff fasziniert die in St. Gallen und in der Toskana wirkende Künstlerin Liz Gehrer. Sie hat dieses Material nicht zufällig ausgewählt. Denn mehr als andere Materialien erlauben Papier und Altkarton, Prozesse und Strukturen auch noch im Nachhinein – am fertigen Objekt – aufzuzeigen. Und dies trotz oder gerade wegen ihrer bei der Verarbeitung erreichten Härtung.

Gegenüberstellungen

Ihren schmalen, zerfurchten Kartonfiguren stellt sie Skulpturen aus Bronze gegenüber. Diese erinnern an Klone der ihnen Modell gestandenen Kartonskulpturen. Die Furchen, Risse, Ein-Drücke bleiben erkennbar und bringen schon rein körperlich zum Ausdruck, was Liz Gehrer bei ihrer Arbeit vorrangig beschäftigt: die Verletzlichkeit, aber auch die Stärke der Menschen und ihrer Beziehungen. Am Symposium wird die St. Gallerin, ergänzend zu ihren bildhauerischen Werken, eine Installation wirken lassen. Mit Plastikmaterialien und Wasser erzielt sie Verfremdungseffekte sowie – als deren Folge – Irritationen und Spannungsfelder. Sie will damit den Betrachter spielerisch zu den ihr wichtigen Fragestellungen führen.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

07.04.2010

Webcode

www.schwyzkultur.ch/uU6C5h