Die Künstlerin Sabine Classen anlässlich der Einweihung ihres Werks «Spirale und Kreisbögen» vor dem Gemeindehaus Schloss in Pfäffikon. Bild Hans Ueli Kühni
Die Künstlerin Sabine Classen anlässlich der Einweihung ihres Werks «Spirale und Kreisbögen» vor dem Gemeindehaus Schloss in Pfäffikon. Bild Hans Ueli Kühni

Kunst & Design

Feuerskulptur wurde festlich eingeweiht

Die 300 Kilogramm schwere Feuerskulptur, die Sabine Classen am letztjährigen Skulpturensymposium schuf, hat ihren Platz vor dem Gemeindehaus Schloss in Pfäffikon gefunden.

Am Freitagabend trafen sich Vertreter der Kulturkommission Freienbach, die Künstlerin Sabine Classen und der Kunst nahe stehende Besucher vor dem Gemeindehaus Schloss in Pfäffikon. Anlass war die Einweihung einer imposanten Skulptur, deren Entstehung die Besucher im Rahmen des Skulpturensymposiums vergangenen Sommer selber miterleben konnten. Schicht für Schicht trug die Künstlerin Ton auf und formte ihn zu einem Objekt, das man im weitesten Sinne mit einer Gletschermühle vergleichen könnte.

300 Kilo bei 1000 Grad

300 Kilo Material waren es, die nach dem Formen durch freiwillige lokale Helfer getrocknet wurden. Der Koloss kam zum Abschluss in den 1000 Grad heissen Brennofen. Viel Applaus gab es damals beim Öffnen der Brennkammer und dem Freilegen der Skulptur, quasi der Geburt von «Spirale und Kreisbögen». Dass diese interessante Skulptur am Freitagabend vor dem Gemeindehaus bei einer kleinen Feier eingeweiht werden konnte, ist der Kulturkommission zu verdanken. Sie entscheidet über den Zukauf von Kunstobjekten. «Etwas, das dieses Mal besonders schwierig war, denn die Werke, die allein am Symposium geschaffen wurden, machten die Wahl nicht einfach», erklärte die damalige OK-Präsidentin Bernadette Mühlebach. Ende gut, alles gut – nun hat die Feuerskulptur «Spirale und Kreisbögen» einen Ehrenplatz direkt vor dem Eingang zum Gemeindehaus erhalten, und Dutzende von Heiratswilligen dürfen sich darum herum ablichten lassen, wenn sie den Gang auf das Zivilstandsamt antreten.

Jetzt mit neuem Wissen

Von der sympathischen Künstlerin war zu erfahren, dass sie statt spanischem Ton lieber solchen aus dem Alpthal verwendet hätte. Doch als Ausländerin habe sie einfach nicht gewusst, was sie heute wisse: In Einsiedeln, wo sie während drei Wochenenden unterrichte, gäbe es hervorragenden Ton. Sie lobte in ihren Dankesworten auch die Organisatoren des Skulpturensymposiums. Sie komme viel herum, aber eine Aufnahme und Akzeptanz wie in Pfäffikon sei schon ausserordentlich. Die Künstlerin unterrichtet noch vom 17. bis 20. Juni und vom 24. bis 26. Juni in Einsiedeln. Infos zu ihren Kursen unter www.bodmer-ton.ch.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Hans Ueli Kühni)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

13.06.2016

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schwyzkultur.ch/3p5hr6